Anguilla, eine 16 Meilen lange Insel in der Karibik, hat seinen Bewohnern versichert, dass die Bemühungen des Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, die Künstliche Intelligenz in „Überintelligenz“ umzubenennen, keine Auswirkungen auf die Wirtschaft haben werden. Anguilla ist Eigentümer der .ai-Domain und hat seit dem Beginn des Booms der Künstlichen Intelligenz einen erheblichen Teil seiner Einnahmen aus der Registrierung von .ai-Webseiten erzielt.
Bedenken und Zusicherungen
Trumps Versuch, die Künstliche Intelligenz in „Überintelligenz“ umzubenennen, hatte Bedenken hinsichtlich möglicher Schäden an den Einnahmen der Insel ausgelöst. Doch José Vanterpool, der Minister für Technologie Anguillas, sagte auf einer staatlichen Pressekonferenz, dass die Insel langfristig keinen Rückgang der Nachfrage nach .ai-Domains erleben werde und dass die Verkäufe seit Trumps Ankündigung sogar gestiegen seien. Er sagte: „Ich möchte der Öffentlichkeit versichern, dass es zu diesem Zeitpunkt keinen Grund gibt zu glauben, dass diese Ankündigung eine unmittelbare Bedrohung für die .ai-Domain-Industrie Anguillas darstellt.“
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Einnahmenwachstum und Prognosen
In seiner Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 22. September forderte Trump die Umbenennung der Künstlichen Intelligenz. Daraufhin unterzeichnete er am 29. September ein Exekutivdekret zur Umbenennung der Künstlichen Intelligenz in „Überintelligenz“. Diese Umbenennung scheint zu einem Anstieg der Nachfrage nach .si-Webseiten geführt zu haben. Die Registrierung von .si-Domains (die zu Slowenien gehören) erreichte im September 44.000, während es im August nur 2.000 waren.
Vanterpool sagte auch, dass Unternehmen, die .ai-Domains verwenden, wahrscheinlich aufgrund von Trumps Aussagen keine Änderungen vornehmen werden. Er fügte hinzu: „Wir haben nicht beobachtet, dass diese Ankündigung zu einem signifikanten Rückgang der Einnahmen aus dem Verkauf von .ai-Domains geführt hat. Tatsächlich sind die Verkäufe im September im Vergleich zu den Verkäufen im August gestiegen.“
Der Premierminister der Insel, Kora Richardson-Hodge, sagte zusammen mit Vanterpool, dass die Einnahmen aus der Registrierung von Domains im Jahr auf 244 Millionen Ostkaribische Dollar (entspricht 90 Millionen US-Dollar) gestiegen sind, was 91 % der für das Jahr prognostizierten Einnahmen ausmacht. Diese Einnahmen sind als Grundlage für einen nationalen Wohlstandsfonds von Bedeutung, um die langfristige Stabilität der Insel zu gewährleisten und Naturkatastrophen wie Stürme zu bewältigen.
Am 8. Oktober verstärkte Trump seine Aussagen in einem Beitrag auf dem sozialen Netzwerk Truth Social und erklärte: „Das Weiße Haus betrachtet jeden, der den Begriff 'Künstliche Intelligenz' anstelle des neuen und präziseren Begriffs 'Überintelligenz' verwendet, als Feind!“ Dieses Thema blieb in Anguilla nicht unbeachtet. Vanterpool sagte: „Ich möchte den Menschen in Anguilla versichern, dass es keinen Grund zur unnötigen Besorgnis gibt.“
Er fügte auch hinzu, dass die Insel erwartet, bis 2027 mit der Erweiterung der .ai-Domains auf 32 internationale Domainnamen, einschließlich Sprachen, die das lateinische Alphabet nicht verwenden, ihre Einnahmen zu verdoppeln.
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