Navanetham 'Nui' Pilly, eine Menschenrechtsanwältin aus Südafrika, erhielt den Friedensnobelpreis 2026 für ihre Bemühungen im Bereich der Förderung des Friedens und des internationalen Rechts. Pilly wurde 1941 in Durban geboren und wuchs unter dem Apartheid-Regime auf. Sie war eine der ersten Frauen indischer Abstammung in Südafrika, die als Anwältin tätig wurde und sich für die Verteidigung von Anti-Apartheid-Aktivisten und gegen die diskriminierenden Haftbedingungen einsetzte.
Beruflicher Werdegang und Erfolge
Nach dem Ende des Apartheid-Regimes arbeitete Pilly als Richterin am Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda und half dort, wichtige rechtliche Grundlagen zu schaffen, die sexuelle Gewalt als Völkermord anerkannten. Sie diente auch von 2008 bis 2014 als Richterin am Internationalen Strafgerichtshof und beim UN-Hochkommissariat für Menschenrechte.
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Kürzlich leitete Pilly eine UN-Kommission, die Menschenrechtsverletzungen in Israel und den palästinensischen Gebieten untersuchte. Diese Kommission analysierte die Bedingungen und veröffentlichte Berichte über militärische Aktionen und Menschenrechtsverletzungen in der Region.
Der Nobelpreis und seine Geschichte
In dieser Woche wurden auch die Nobelpreise in den Bereichen Medizin, Physik, Chemie und Literatur bekannt gegeben. Diese Woche wird am Montag mit der Bekanntgabe des Nobel-Gedenkpreises für Wirtschaftswissenschaften abgeschlossen. Zu den weiteren Preisträgern gehören Karl Deisseroth, Peter Hegemann und George Nagel in der Medizin, Frances Haugen in der Physik und Ann Carson in der Literatur.
Im vergangenen Jahr erhielt Maria Coriana Machado den Friedensnobelpreis für ihre Arbeiten zur Förderung der demokratischen Rechte des venezolanischen Volkes, konnte jedoch nicht an der Preisverleihung teilnehmen. Ihre Tochter, Ana Coriana Sosa Machado, nahm den Preis im Namen ihrer Mutter entgegen und las die Rede vor, die ihre Mutter für die Veranstaltung verfasst hatte.
Machado betonte in ihrer Rede, dass Demokratie für den Frieden unerlässlich ist und dass die wichtige Lektion, die Venezolaner der Welt vermitteln können, ist, dass man für die Freiheit kämpfen muss, um Demokratie zu erreichen.
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