Der Präsident Rumäniens beschuldigt Russland, ein Handelsschiff im Schwarzen Meer angegriffen zu haben
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Der Präsident Rumäniens beschuldigt Russland, ein Handelsschiff im Schwarzen Meer angegriffen zu haben

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Der Präsident Rumäniens, Nicolae Ciucă, beschuldigte am Freitag Russland, ein Handelsschiff im Schwarzen Meer angegriffen zu haben. Der Angriff wurde mit einer Drohne durchgeführt und führte zum Sinken des Schiffs und zum Tod von mindestens einem Matrosen. Bei dem Vorfall waren 13 ukrainische und aserbaidschanische Matrosen an Bord des Schiffs, das sich in der Nähe der territorialen Gewässer Rumäniens befand.

Details des Angriffs und Folgen

Laut Nicolae Ciucă sind drei weitere Matrosen bei diesem Vorfall vermisst worden, und neun der 13 Matrosen des Schiffs wurden gerettet. Das angegriffene Schiff, das „Khoryo“ heißt, ist das vierte Handelsschiff, das in diesem Monat an den Küsten Rumäniens angegriffen wird. Vor zwei Wochen hatten zwei weitere Handelsschiffe im Schwarzen Meer westlich von Rumänien Feuer gefangen.

Sicherheitsbedenken im Schwarzen Meer

Diese Angriffe gefährden die Sicherheit im Schwarzen Meer, das als eine lebenswichtige Route für den Handel mit der Ukraine gilt. Eines der vorherigen Schiffe befand sich in den territorialen Gewässern Rumäniens, was zusätzliche Bedenken hinsichtlich russischer Provokationen in Gewässern nahe NATO-Mitgliedstaaten aufwirft. Bulgarien, das ebenfalls NATO-Mitglied ist, hat ähnliche Bedenken geäußert und auf die Annäherung russischer Angriffe an seine exklusive Wirtschaftszone im Schwarzen Meer hingewiesen.

Rumänien und Bulgarien haben Russland ebenfalls für diese Angriffe verantwortlich gemacht und die NATO aufgefordert, weitere Maßnahmen zum Schutz der Handelsschifffahrt im Schwarzen Meer zu ergreifen. Die NATO gab diese Woche bekannt, dass sie plant, zur Erhöhung der Sicherheit mehr Patrouillenflugzeuge und Radarsysteme ins Schwarze Meer zu entsenden. Das Bündnis hat jedoch kein Land für diese Angriffe beschuldigt.

Berichten zufolge sind in den zehn Tagen bis zum 15. Oktober etwa 23 Matrosen bei Vorfällen im Schwarzen Meer vermisst oder getötet worden. Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, verurteilte ebenfalls Anfang dieses Monats diese Angriffe und bezeichnete sie als „inakzeptabel“, da „das Schwarze Meer zu einer weiteren Front der Eskalation des Krieges Russlands in der Ukraine geworden ist“.

Quelle: dw.com