Deutsche Behörden haben Ermittlungen zu dem Brandanschlag auf die Synagoge in Wuppertal aufgenommen
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Deutsche Behörden haben Ermittlungen zu dem Brandanschlag auf die Synagoge in Wuppertal aufgenommen

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Die Behörden der Stadt Wuppertal, Deutschland, haben bekannt gegeben, dass sie Ermittlungen zu einem Brandanschlag auf die lokale Synagoge aufgenommen haben. Diese Ermittlungen werden unter der Leitung der Staatsanwaltschaft durchgeführt, nachdem ein 37-jähriger afghanischer Mann in der Nähe des Tatorts festgenommen wurde.

Details zum Vorfall und zur Festnahme

Der Mann wurde aufgrund seiner Äußerungen, die auf antisemitische Motive hindeuteten, schnell von Sicherheitskräften festgenommen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden auch Waffen gefunden. Er wird wegen versuchter Brandstiftung strafrechtlich verfolgt und soll vor Gericht erscheinen.

Das Feuer wurde schnell von einem der Mitglieder der Synagoge gelöscht, weshalb niemand verletzt wurde und der Schaden an der Struktur der Synagoge minimal war. Laut der Staatsanwaltschaft Wuppertal konnten die Polizeibeamten während ihrer Sicherheitsstreife vor Ort diesen Mann vorübergehend festnehmen.

Ermittlungen und mögliche Motive

Die Hintergrundermittlungen laufen „intensiv“ weiter, und die Behörden haben erklärt, dass es Beweise für das Motiv des Angriffs gibt. Der Mann äußerte während seiner Festnahme Aussagen, die auf antisemitische Motive für dieses Verbrechen hindeuteten. Neben der Überprüfung von Videoaufnahmen von Überwachungskameras haben die Behörden auch die Mobiltelefon-Daten des Beschuldigten analysiert.

Nach Angaben der Behörden hatte dieser afghanische Staatsbürger auch eine Vorgeschichte von Bedrohungen gegenüber einer Nachbarin. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden mehrere Messer und eine Pistole gefunden, die ihm zur Verfügung standen.

Nach dem Vorfall versammelten sich am Donnerstagabend etwa 30 Personen zu einer informellen Kundgebung vor der Synagoge, um ihre Solidarität zu zeigen. Der Zentralrat der Juden in Deutschland verurteilte ebenfalls diesen Angriff und bezeichnete ihn als besorgniserregend im Vorfeld des jüdischen Feiertags Jom Kippur, der am 20. und 21. September gefeiert wird.

Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, sagte dazu: „Wieder einmal wurde ein Angriff auf eine Synagoge während eines wichtigen jüdischen Feiertags verübt. Was mich noch mehr beunruhigt, ist, dass der Täter dies mit Gelassenheit vor Publikum tat und keinerlei Anzeichen von Scham oder Bewusstsein für die Unrechtmäßigkeit seines Verhaltens zeigte.“

Die Stadt Wuppertal, mit einer Bevölkerung von etwa 350.000 Menschen, liegt im Osten von Düsseldorf im Bundesland Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Quelle: dw.com