Die Europäische Kommission reagierte am Donnerstag in einem Versuch, die Spannungen nach dem überraschenden Vorschlag zur Mitgliedschaft Kanadas als erstes "assoziiertes Mitglied" der Europäischen Union zu verringern. Dieser Vorschlag, der Donald Trump, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, stark missfiel, führte zu seiner Drohung mit "sehr hohen Zöllen", falls dieser Vorschlag verwirklicht werden sollte.
Vorschlag zur Mitgliedschaft Kanadas und Trumps Reaktion
Die Trump-Regierung warnte, dass sie möglicherweise hart gegen diesen Vorschlag vorgehen könnte und ihn als "feindlichen Akt" betrachten würde. Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, erklärte in ihrer jährlichen Rede in Straßburg, dass diese Maßnahme darauf abzielt, "eine sofortige Überprüfung unserer Beziehungen" und "globale Allianzen zur Stärkung der Demokratien" zu schaffen.
Mehr lesen: Die Staats- und Regierungschefs der EU befassen sich mit dem Budget und der Aufnahme neuer Mitglieder
Betonung der Zusammenarbeit mit Kanada
Als Reaktion auf Trumps Drohungen betonte Olaf Gies, der stellvertretende Sprecher der Kommission, dass dieser Vorschlag zur Stärkung der Beziehungen zu Kanada keineswegs zum Nachteil anderer Länder sei. Er sagte: "Die Stärkung unserer Partnerschaft mit Kanada richtet sich gegen niemanden, sondern dient unserem gemeinsamen Nutzen." Diese Äußerungen spiegeln den Versuch der Kommission wider, die Folgen dieses Vorschlags zu managen.
Eine schärfere Reaktion kam von Kathleen Van Brempt, der Vizepräsidentin des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments, auf Trumps Drohungen. Sie stellte klar: "Trump hat kein Vetorecht über unsere Zukunft und wir werden nicht unter Druck gesetzt, diese Zusammenarbeit aufzugeben." Sie wies auch darauf hin, dass Trumps Drohungen die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Europa und Kanada verdeutlichen.
Bedenken der großen europäischen Länder
Der Vorschlag zur Mitgliedschaft Kanadas als assoziiertes Mitglied hat die Kommission in eine isolierte Position gebracht. Große europäische Länder haben Bedenken gegenüber diesem neuen Konzept geäußert, das anscheinend darauf abzielt, engere Beziehungen zwischen Brüssel und Ottawa zu zeigen, während ihre Handelsbeziehungen zu den Vereinigten Staaten unter Druck stehen.
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot betonte, dass dieser Vorschlag von den Hauptstädten noch nicht genehmigt wurde, und sagte: "Unser Ziel ist es, so enge Beziehungen wie möglich zu Kanada aufzubauen... Wir müssen über die genaue Formulierung dieses Vorschlags diskutieren."
Mark Carney begrüßte in seiner Rede im Europäischen Parlament die Bemühungen von von der Leyen um die Mitgliedschaft Kanadas als erstes assoziiertes Mitglied und sagte: "Die überwältigende Mehrheit der Kanadier unterstützt engere Beziehungen."
Mehr lesen: Polen hat seine Unterstützung für die Ukraine nach den Drohnenangriffen bestätigt · Neue chinesische Käufe beleben die Hoffnung auf nachhaltigen Handel zwischen China und den USA




