Die Europäische Kommission unter der Leitung von Ursula von der Leyen plant, die Chemie- und Maschinenbauindustrie der Union gegen den zunehmenden Wettbewerb aus China zu unterstützen. Diese Informationen stammen aus zwei informierten Quellen, die aufgrund der Sensibilität des Themas um Anonymität gebeten haben.
Unterstützung für Schlüsselindustrien
Von der Leyen wird am Donnerstag den Staatsoberhäuptern mitteilen, dass Brüssel nach Möglichkeiten sucht, diese beiden Schlüsselindustrien zu schützen. Laut informierten Quellen gelten "Schutzmaßnahmen" (Safeguards) als das effektivste Instrument, da sie schnell und umfassend in der Europäischen Union eingesetzt werden können.
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Der Handelskommissar Maroš Šefčovič hat letzte Woche ein Abkommen mit China unterzeichnet, das die jährlichen Importe von chinesischen Hybridfahrzeugen im nächsten Jahr auf 350.000 Einheiten begrenzen wird. Diese Zahl liegt unter der Hälfte der für dieses Jahr prognostizierten Menge. Die Staatsoberhäupter haben auch gefordert, andere Sektoren gegen die stark steigenden chinesischen Importe zu unterstützen, da das bilaterale Handelsdefizit weiterhin wächst.
Negative Auswirkungen auf europäische Produzenten
Europäische Produzenten stehen unter starkem Druck durch günstige Importe aus China, was zu massiven Entlassungen und Schließungen von Fabriken auf dem Binnenmarkt geführt hat. In seiner Rede in Peking erklärte Šefčovič, dass das kürzliche Abkommen über Hybridfahrzeuge als "Modell" für andere Industrien dienen könnte. Ein hochrangiger Beamter der Kommission gab ebenfalls bekannt, dass Beschwerden über chinesische Importe aus der Windenergie- und Möbelindustrie eingegangen sind.
Die Beamten der Kommission arbeiten derzeit an Schutzmaßnahmen für Kunststoffe und Epoxidharze, aber es wurden noch keine offiziellen Untersuchungen eingeleitet, die eine Grundlage für diese Maßnahmen bilden könnten. Während die Bedenken über die negativen Auswirkungen chinesischer Importe zunehmen, prüft die Kommission intensiv die aktuelle Situation und mögliche Lösungen.
Insgesamt zielen diese Bemühungen darauf ab, die Schlüsselindustrien Europas zu erhalten und ein Gleichgewicht auf den Binnenmärkten zu schaffen. Angesichts der kontinuierlich steigenden chinesischen Importe könnten Schutzmaßnahmen dazu beitragen, schwerwiegende Schäden an der europäischen Wirtschaft zu verhindern.
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