Die Europäische Kommission warnt die Türkei vor der Abfallbewirtschaftung
Umwelt

Die Europäische Kommission warnt die Türkei vor der Abfallbewirtschaftung

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Die Europäische Kommission hat gewarnt, dass der Export von Plastikabfällen in die Türkei möglicherweise verboten werden könnte, wenn die Türkei die umweltbezogenen Probleme, die durch das Management von Plastikabfällen entstehen, nicht angeht.

Bewertungen der Europäischen Kommission

Diese Warnung wurde nach einer Bewertung ausgesprochen, die zeigt, dass das Management von Plastikabfällen in der Türkei möglicherweise gegen die Gesetze der Europäischen Union verstößt. Laut dieser Bewertung werden nur etwa 10 Prozent der Plastikabfälle in der Türkei recycelt, und der Großteil dieser Abfälle wird auf Deponien gebracht oder unsachgemäß verwaltet.

Ein Beamter der Europäischen Kommission sagte: "Wenn keine angemessenen Antworten oder Maßnahmen von den türkischen Behörden ergriffen werden, könnte die Kommission den Prozess zur Aussetzung des Exports von Plastikabfällen in die Türkei einleiten." Dieser Beamte wies jedoch auch darauf hin, dass die Kommission trotz dieser Erkenntnisse derzeit keine Entscheidung zur Aussetzung des Exports trifft und den Dialog mit den türkischen Behörden fortsetzt.

Auswirkungen auf den Markt für Plastikabfälle

Die Türkei hat im letzten Jahr etwa 510.000 Tonnen Plastikabfälle aus der Europäischen Union importiert, was etwa 25 Milliarden 500-Milliliter-Getränkeflaschen entspricht. Das Land macht 70 Prozent der in die OECD-Länder exportierten Plastikabfälle und 36 Prozent der insgesamt exportierten Plastikabfälle aus.

Nach den neuen Vorschriften wird der Export von Plastikabfällen in Nicht-OECD-Länder ab dem 21. November grundsätzlich verboten. Dies könnte Plastikabfälle in Richtung OECD-Länder wie die Türkei lenken. Daher hat die Kommission die Bedeutung des Verständnisses der Situation und der Stärkung der Zusammenarbeit mit der Türkei betont, um Umweltprobleme zu vermeiden.

Nicht-OECD-Länder, die nachweisen können, dass sie Abfälle nachhaltig verwalten können, können einen Antrag auf Ausnahme von diesem Gesetz stellen. Es wird erwartet, dass die Liste der Länder, die eine Ausnahme beantragen, in den kommenden Tagen veröffentlicht wird, und die Kommission ist verpflichtet, diese Liste bis November zu genehmigen.

Quelle: politico.eu