Europäische Unternehmen sind nicht auf einen Schock aus China vorbereitet, während die Europäische Union daran arbeitet, die Abhängigkeit von Peking zu verringern
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Europäische Unternehmen sind nicht auf einen Schock aus China vorbereitet, während die Europäische Union daran arbeitet, die Abhängigkeit von Peking zu verringern

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Europäische Unternehmen sind von dem Handels- und Technologiekonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China betroffen, während die Europäische Union Maßnahmen zur Verringerung der Abhängigkeit von China vorbereitet. Laut einer neuen Umfrage der Bertelsmann Stiftung sind die teilnehmenden Unternehmen sich der geopolitischen Schocks bewusst, aber nur wenige bereiten sich auf zukünftige Schocks vor.

Unvorbereitet auf zukünftige Schocks

Eine Umfrage unter 228 in Europa aktiven Unternehmen zeigte, dass der Krieg Russlands in der Ukraine 81 Prozent der Befragten betroffen hat oder voraussichtlich betreffen wird. Dennoch haben nur 10 Prozent der Unternehmen Maßnahmen zur Vorbereitung auf ähnliche Vorfälle in Taiwan ergriffen, und 59 Prozent haben weder spezifische Maßnahmen ergriffen noch planen sie dies. Jacob Gunther, einer der Autoren dieser Studie, erklärte, dass die Unternehmen sich der negativen Auswirkungen geopolitischer Einflüsse auf ihre täglichen Abläufe bewusst sind, aber in der Praxis keine konkreten Maßnahmen ergreifen.

Abhängigkeit von China

Diese Unvorbereitetheit zeigt sich auch in den Risiken, die die Unternehmen gegenüber China wahrnehmen. Nur 24 Prozent der Umfrageteilnehmer haben einen Plan zur Verringerung der Abhängigkeit von chinesischen Lieferanten, und fast ein Drittel denkt darüber nach, strategische Lagerbestände an kritischen Rohstoffen aufzubauen. Dennoch haben die Exportkontrollen Chinas, insbesondere in Bezug auf seltene Erden, diese Abhängigkeiten offengelegt. Gunther bezeichnete diese Situation als besorgniserregend und sagte: "Es ist erstaunlich, dass wir keine Lagerhaltung oder Diversifizierung bei Lieferanten für bereits identifizierbare Fälle sehen."

Nahezu ein Drittel der Befragten berichteten von negativen Auswirkungen aufgrund der Handels- und Technologiebeschränkungen zwischen den USA und China, und dieser Anteil erreicht unter den in China aktiven Unternehmen etwa die Hälfte. Es wird erwartet, dass der US-Präsident Donald Trump und der chinesische Führer Xi Jinping in diesem Monat zusammentreffen, und die ausstehenden Exportkontrollen Chinas werden wahrscheinlich erneut auf die Tagesordnung kommen.

Die Europäische Union bereitet derzeit Instrumente zur Diversifizierung der Lieferanten und zur Stärkung der Lieferketten vor und versucht, ihr Handelsdefizit mit China, das etwa eine Milliarde Euro pro Tag beträgt, zu verringern. Handelskommissar Maroš Šefčovič wird im Oktober nach Peking reisen, und falls die Verhandlungen scheitern, könnten Maßnahmen seitens der Europäischen Union ergriffen werden.

Quelle: politico.eu