Gewerkschaften unterstützen politische Finanzreformen nach der 72-Millionen-Pfund-Spende an Farage
Wirtschaft

Gewerkschaften unterstützen politische Finanzreformen nach der 72-Millionen-Pfund-Spende an Farage

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Die Gewerkschaften in Großbritannien bereiten sich darauf vor, eine Reihe von Änderungen der politischen Finanzgesetze zu unterstützen. Diese Maßnahme erfolgt, nachdem zwei große Investoren im Bereich der Kryptowährungen 72 Millionen Pfund an Nigel Farage und die Reformpartei Großbritannien (Reform UK) gespendet haben.

Änderung der Position der Gewerkschaften

Die Gewerkschaften haben traditionell Druck auf die Labour Party ausgeübt, um eine jährliche Obergrenze für Einzelspender in Großbritannien zu verhindern. Doch nach dem Erhalt dieser hohen Beträge ändern die Gewerkschaften ihre Position und streben an, weitere Reformen im Bereich der Ausgaben und Spenden zu unterstützen.

Farage, der derzeit Untersuchungen zu den Finanzquellen seiner rechten Partei unterzogen wird, gab am Wochenende bekannt, dass die beiden Krypto-Milliardäre Christopher Harborne und Ben Delo jeweils 36 Millionen Pfund an ihn gespendet haben. Diese Spenden wurden als Rekord in der britischen Politik verzeichnet.

Diskussion über Einschränkungen

Die Ministerin für Wohnungsbau, Angela Rayner, sagte zu den Gewerkschaftsmitgliedern: „Wir werden unsere Demokratie und unsere Gesellschaft gegen jeden ausländischen Diktator oder faschistischen Oligarchen verteidigen.“ Außerdem prüfen die Gewerkschaften, ob auch die Ausgaben der politischen Parteien untersucht werden sollten.

Das Thema der finanziellen Unterstützung für politische Parteien war zu Beginn der jährlichen Konferenz des Gewerkschaftsbundes (TUC) ein heißes Thema. Dieser Verband ist entschieden gegen finanzielle Beiträge von Ausländern sowie gegen Spenden in Form von Kryptowährung.

Einige Gewerkschaftsvertreter sind besorgt, dass die Unterstützung eines Regelwerks für Gewerkschaften und eines anderen für reiche Einzelpersonen von Gegnern auf der rechten Seite kritisiert werden könnte. Farage hat erklärt, dass diese Spenden zu 100 Prozent gesetzeskonform sind, jedoch keine Angaben zur Aufenthaltsdauer der Spender in Großbritannien vor dem festgelegten Datum gemacht.

Angesichts der Änderungen der neuen Gesetze gibt es Fragen darüber, ob die Reformpartei in der Lage sein wird, diese Spenden anzunehmen. Diese Spenden könnten von neuen Einschränkungen betroffen sein, die für ausländische Spender gelten werden.

Quelle: politico.eu