Greg Stanton wies auf dem CIGRE-Treffen in Paris auf die Bedeutung der Rolle der Ingenieure im Management des Energietransfers hin und erklärte, dass dieser Transfer als die komplexeste technologische Transformation in der Geschichte der Menschheit aktiv gemanagt werden müsse. Er betonte, dass, wenn dieser Prozess nicht richtig verwaltet wird, die physikalischen Gesetze des Stromnetzes die Kontrolle übernehmen werden.
Herausforderungen beim Energietransfer
Stanton fügte hinzu, dass mit der steigenden Nachfrage nach Strom, insbesondere in den Bereichen Verkehr, Heizung und Industrie, der Druck auf die Stromnetze zunimmt. Er stellte fest, dass die größten Rechenzentren, die der künstlichen Intelligenz gewidmet sind, eine große Menge Strom verbrauchen, was zu ernsthaften Herausforderungen führt. Laut ihm verschwinden traditionelle Systeme und müssen durch erneuerbare Energien und neue Technologien ersetzt werden.
Drei Hauptsäulen für den Erfolg beim Energietransfer
Stanton nannte drei Hauptsäulen für den Erfolg beim Energietransfer: Erstens, die Integration von Übertragungs- und Verteilungssystemen; zweitens, die Berücksichtigung der finanziellen Zugänglichkeit und drittens, die Ausbildung von Ingenieuren mit den erforderlichen Fähigkeiten. Er sagte, dass in der Vergangenheit die Transport- und Verteilernetze getrennt agierten und jede auf unterschiedliche Details achtete. Doch jetzt hat jede lokale Entscheidung Auswirkungen auf große Netze und muss integrativ verwaltet werden.
Er betonte auch die Bedeutung der finanziellen Zugänglichkeit und sagte, dass Projekte zum Energietransfer nicht zu einer Zunahme von Ungleichheiten führen sollten. Laut Stanton sollte nicht nur auf öffentliche Finanzierungsquellen zurückgegriffen werden, sondern auch auf die Optimierung und Kostensenkung geachtet werden.
Stanton sprach auch über die Bedeutung der Ausbildung neuer Ingenieure mit vielfältigen Fähigkeiten und erklärte, dass dieses Thema insbesondere in Entwicklungsländern von Bedeutung ist. Er betonte, dass Erfahrungen zwischen den Ländern ausgetauscht werden sollten, um Wiederholungen vergangener Fehler zu vermeiden.
Abschließend betonte Stanton, dass der Energietransfer als Notwendigkeit betrachtet werden sollte und nicht an zukünftige Generationen delegiert werden darf. Er zitierte Barack Obama: "Wir sind die erste Generation, die die Auswirkungen des Klimawandels spürt, und die letzte Generation, die ihn beheben kann."
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