Saudi-Arabien erhält in seinem Kampf gegen die von Iran unterstützten Houthi-Rebellen im Jemen Hilfe von einem wichtigen westlichen Verbündeten. Großbritannien bietet diesem Land militärische Unterstützung an, um zur Wiederherstellung der Stabilität in der Region und zur Verringerung des Drucks auf die globale Energieversorgung beizutragen.
Britische Militärhilfe
Der britische Verteidigungsminister, Ben Wallace, erklärte in einem Interview: "Wir arbeiten mit unseren Freunden zusammen, um zu versuchen, die Spannungen zu verringern." Der Einsatz von "Verteidigungsausrüstung" in Saudi-Arabien erfolgt mit dem Ziel, "eine weitere Eskalation im Roten Meer zu verhindern", die die Treibstoffpreise beeinträchtigen könnte.
Diese internationalen Hilfen erfolgen nach Wochen der Kämpfe zwischen der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung im Jemen und den Houthis, die einen vierjährigen inoffiziellen Waffenstillstand verletzt haben. Die Houthi-Rebellen haben bedeutende Fortschritte entlang der Küsten des Roten Meeres gemacht und versuchen, die strategisch wichtige Bab-el-Mandeb-Straße zu kontrollieren, die Asien und Europa über das Rote Meer und den Suezkanal verbindet.
Auswirkungen auf die nationale Sicherheit Großbritanniens
Wallace erklärte, dass "ein großer Teil unseres Handels, sowohl bei Waren als auch bei Energie, durch diese Region verläuft. Daher ist das, was in diesem Teil des Nahen Ostens passiert, entscheidend für unsere nationale und wirtschaftliche Sicherheit." Diese Aussage verdeutlicht den Grund für die britische Reaktion auf die Hilfegesuche Saudi-Arabiens.
Andy Burnham, der britische Premierminister, sagte während eines Besuchs in New York gegenüber Journalisten, dass die Lebenshaltungskosten in seinem Land ebenfalls ein wesentlicher Grund für die Unterstützung Saudi-Arabiens sind. Er betonte, dass dies eine zeitlich begrenzte Vereinbarung in Bezug auf die Hilfen sei, die jedoch kontinuierlich überprüft werde.
Die Unterstützung Großbritanniens für Saudi-Arabien ist der erste militärische Einsatz von Burnham seit seinem Amtsantritt als Premierminister im Juli. Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass Großbritannien Saudi-Arabien hilft, da die beiden Länder eine enge militärische Allianz haben.
Luftversorgung und Verbesserung militärischer Operationen
Das britische Verteidigungsministerium bestätigte am Dienstag, dass es zugestimmt hat, "ein RAF Voyager-Tankflugzeug zur Unterstützung der Verteidigungsaktivitäten Saudi-Arabiens in der Region bereitzustellen." Laut Informationen der Royal Air Force (RAF) ermöglicht ein Voyager den Kampfflugzeugen und anderen Flugzeugen, während des Fluges betankt zu werden.
Andreas Krick, Senior Lecturer für Verteidigungsstudien am King's College London, sagte, dass dieses Flugzeug "der Luftwaffe Saudi-Arabiens im Allgemeinen ermöglicht, länger am Himmel über dem Jemen zu bleiben, ohne zur Basis zurückkehren zu müssen." Er fügte hinzu: "Dies erhöht die operationale Geschwindigkeit bei gezielten Angriffen und die Flexibilität bei der Reaktion auf Veränderungen der Bodenbedingungen."
Laut Wallace wird dieses Flugzeug von der RAF-Basis in Zypern aus operieren, die Anfang dieses Jahres angegriffen wurde, und es wird die von Saudi-Arabien eingesetzten Typhoon-Jets unterstützen. "Dies wird ihnen bei ihren Verteidigungsmaßnahmen gegen die Houthis helfen, die nicht nur die Hauptstadt Saudi-Arabiens in Riad, sondern auch die Republik Jemen angegriffen haben."
Historisch gesehen hat Großbritannien die Rolle des "Garanten der Freiheit der Seefahrt weltweit" gespielt, und Krick bezeichnete die jüngsten britischen Bemühungen zur Verringerung der Spannungen im Roten Meer als ein Beispiel für "das Handeln dieser Regierung".
Er fügte auch hinzu: "Wir helfen nicht nur einem Partner in der Region, sondern auch uns selbst, denn die Kontrolle über den Bab-el-Mandeb durch die Houthis ist etwas, das Großbritannien nicht tolerieren kann." Diese Maßnahme zeigt den kleinen Erfolg Saudi-Arabiens und anderer Golfstaaten bei der Stärkung ihrer bilateralen Sicherheitsbeziehungen über die traditionelle Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten hinaus.




