Indien erlebt die schwächste Monsunzeit seit 2009, da die Regenfälle aufgrund der Verstärkung von El Niño zurückgegangen sind, was Bedenken hinsichtlich der Lebensmittelproduktion und steigender Preise aufwirft.
Rückgang der Niederschläge und deren Auswirkungen
Nach Berichten des indischen Wetterdienstes sind die kumulierten Niederschläge in der Monsunzeit von Juni bis September bisher um 15 Prozent geringer als der langfristige Durchschnitt. Erste Prognosen im Mai zeigten lediglich einen Rückgang von 10 Prozent der Niederschläge an. Wenn dieser Trend anhält, wird die Monsunzeit in diesem Jahr die schwächste sein, die seit 2009 erlebt wurde, als die Niederschläge 18 Prozent unter dem Normalwert lagen.
Wirtschaftliche und landwirtschaftliche Folgen
Der Mangel an Niederschlägen beeinflusst nicht nur die aktuellen Ernten, sondern drückt auch auf den zukünftigen Anbauzyklus. Dieser Mangel wirkt sich auf die Lebensmittelpreise aus, die seit sieben aufeinanderfolgenden Monaten steigen. Berichten zufolge erreichte die Lebensmittelinflation im August 5,95 Prozent, den höchsten Stand in diesem Jahr.
Angesichts dieser Situation hat die indische Regierung Maßnahmen ergriffen, um den Landwirten zu helfen, darunter die Genehmigung für die zollfreie Einfuhr von Zucker und den Verkauf von subventionierten Zwiebeln in einigen Bundesstaaten. Auch der Anbau von Reis, Zuckerrohr und Mais ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.
Zukünftige Prognosen
Einige Experten prognostizieren, dass sich in der letzten Septemberwoche ein tropischer Sturm im Golf von Bengalen bilden könnte, der den Niederschlagsmangel in den östlichen und nordöstlichen Regionen Indiens verringern könnte. Dieser Sturm wird jedoch voraussichtlich keinen signifikanten Einfluss auf das Gesamtbild der Niederschläge haben, und es wird erwartet, dass der Niederschlagsmangel letztendlich zwischen 13 und 16 Prozent stabil bleibt.
Insgesamt hat die aktuelle Monsunsituation in Indien große Besorgnis bei Landwirten und Verbrauchern ausgelöst und zeigt den dringenden Bedarf an Maßnahmen zur Bewältigung der Lebensmittelkrise auf.




