Indonesien sieht sich den schlimmsten Bränden seit 11 Jahren gegenüber, und diese Brände haben dichten Smog verursacht, der über 12 Millionen Menschen betroffen hat und sich auch auf benachbarte Länder ausgeweitet hat.
Schlimme Brandbedingungen
Die Brände in sieben Provinzen der Inseln Borneo und Sumatra brennen seit mehreren Wochen. Die trockenen Bedingungen und die Dürre, die mit einem starken El Niño verbunden sind, haben die Bekämpfung dieser Brände erschwert. Diese Brände treten normalerweise in bestimmten Jahreszeiten im Land auf, wenn Landwirte und Unternehmen das Land durch das Abbrennen von Pflanzen räumen. Laut Regierungsdaten haben die Brände von Januar bis Juli 202.000 Hektar Land zerstört. Allein im August brannten 600.000 Hektar Land.
Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit
Der Rauch aus den Bränden enthält Ruß und feine Partikel, die die Luftqualität beeinträchtigen und in einigen Regionen Südostasiens die Sicht verringern. Indonesische Beamte haben gewarnt, dass die Brände bis Oktober oder Anfang November andauern könnten. Die Regierung hat Landwirte und Unternehmen aufgefordert, das Abbrennen von Land zu vermeiden, eine Maßnahme, die im Allgemeinen gesetzlich verboten ist.
Seit dem 4. September ermittelt die indonesische Polizei gegen 112 Personen, die verdächtigt werden, die Brände absichtlich oder unabsichtlich verursacht zu haben, und fünf Unternehmen haben aufgrund verdächtiger Brände ihre Lizenzen verloren. Prabowo Subianto, der Präsident Indonesiens, hat härtere Strafen gefordert und die lokalen Regierungen angewiesen, Ausnahmen aufzuheben, die es Kleinbauern erlauben, kleine Flächen abzubrennen.
Indonesien hat über 50 Flugzeuge für die Durchführung von Lösch- und Wolkenimpfungsoperationen in den betroffenen Gebieten in Sumatra und Borneo eingesetzt, und Japan hat ebenfalls drei CH-47 Chinook-Hubschrauber zur Unterstützung der Löscharbeiten geschickt.
Die gefährliche Luftqualität in Indonesien hat zu einem Anstieg der Atemwegsinfektionen geführt, und laut Daten des Gesundheitsministeriums wurden am 9. September 113.336 Infektionen in sieben Provinzen registriert, was doppelt so viele Fälle wie in der Vorwoche sind. Kinder unter fünf Jahren machen fast ein Viertel dieser Fälle aus.




