Micheál Martin, der Premierminister von Irland, erklärte am Donnerstag, dass Brüssel neue Steuern benötigt, um erhebliche Kürzungen im zukünftigen siebenjährigen Budget der Europäischen Union zu verhindern. Diese Äußerungen erfolgten nach seinem Treffen mit António Costa, dem Präsidenten des Europäischen Rates, in seiner offiziellen Residenz in Dublin. Ziel dieses Treffens war es, über die Verhandlungen zu diskutieren und den Weg für die Unterzeichnung eines Abkommens über den mehrjährigen Finanzrahmen, das siebenjährige Budget der Union, bis Ende des Jahres zu ebnen.
Bedarf an neuen Einnahmequellen
Martin sagte gegenüber Journalisten: "Wenn wir die Unterstützung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) Europas und die Solidarität aufrechterhalten und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit Europas in der Zukunft stärken wollen, müssen wir neue und erhebliche Einnahmequellen schaffen." Diese Äußerungen verdeutlichen die Bedeutung neuer Steuern zur Finanzierung wichtiger Programme der Europäischen Union.
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Der Premierminister von Irland fügte hinzu, dass die Einigung über neue Steuern, die auch als eigene Einnahmequellen bekannt sind, "sehr komplex" sein wird und betonte die Spannungen in den Verhandlungen. Die Europäische Kommission hat fünf neue Steuern für das Jahr 2025 vorgeschlagen, die voraussichtlich jährlich 60 Milliarden Euro einbringen werden. Dieses Vorschlag stößt jedoch auf Widerstand der nationalen Regierungen, da sie zögern, neue Steuern zu unterstützen, die hauptsächlich die heimische Industrie betreffen.
Verhandlungsprozess und Zukunft
Irland, das die rotierende Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union innehat und die Haushaltsverhandlungen leitet, wird bald ein neues Verhandlungsdokument oder "Negotiation Box" mit überarbeiteten Zahlen veröffentlichen. Martin bemerkte: "Wenn wir uns mit verschiedenen Mitgliedstaaten treffen, haben sie ihre Ziele, Forderungen und Wünsche, und wir können diesen Forderungen nicht nachkommen, wenn es nicht genügend neue Einnahmequellen gibt." Diese Äußerungen bilden den Rahmen für das nächste Treffen der europäischen Führer am 15. Oktober, bei dem Costa darauf abzielt, mehrere eigene Einnahmequellen, die unter den EU-Ländern breite Unterstützung haben, abzuschließen.
Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen und des Bedarfs an einem nachhaltigen Budget werden die bevorstehenden Verhandlungen voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die wirtschaftlichen und sozialen Politiken der Europäischen Union haben. Martin und Costa hoffen, ein umfassendes Abkommen zu erzielen, das nachhaltige und effiziente Finanzierungsquellen umfasst.
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