Der Koch Nelson German glaubt nicht an die Idee des „autodidaktischen Kochs“ und ist der Meinung, dass jeder, der in diesem Bereich arbeitet, von anderen lernt. Er sagt: „Selbst wenn Sie durch das Ansehen von jemandem auf YouTube lernen, hat Ihnen diese Person beigebracht.“
Ein Wandel in der beruflichen Laufbahn
Nelson German, der seit über zwei Jahrzehnten in der Lebensmittelindustrie tätig ist, hat in mehreren renommierten Küchen in New York gelernt. Durch seine Teilnahme an Staffel 18 von „Top Chef“ im Jahr 2021 erlangte er größere Bekanntheit und wird heute vor allem wegen seiner zunehmenden Präsenz in Oakland, Kalifornien, erkannt. Nelson German ist der Meinung, dass seine neuen Restaurants, die seinen afro-lateinischen Wurzeln Respekt zollen, nur deshalb entstanden sind, weil er sich von New York entfernt hat.
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Kulturelle Erfahrung und Innovation in der Küche
Nelson German, der im Washington Heights Viertel von Manhattan aufgewachsen ist, zog 2010 in die San Francisco Bay Area. Er sagt, dass der Kulturschock von New York in diese Region ihn stark beeinflusst hat. Mit dem Aufkommen der Sehnsucht nach Heimat beschloss er, seine Nostalgie zu nutzen und in seinen Restaurants, wie „Ala Mar“ und „Subra Mesa“, bemerkenswerte Gerichte mit Respekt vor den „Zutaten, nach denen er sich am meisten sehnte“, anzubieten.
Nelson German hat durch die Innovation in traditionellen afro-lateinischen Gerichten und die Bewahrung karibischer Aromen eine Michelin-Empfehlung erhalten und die Aufmerksamkeit der James Beard Foundation auf sich gezogen. Er glaubt, dass der Wandel in den Kochpraktiken hin zu spezifischen kulturellen und lokalen Erfahrungen ein wachsender Trend unter farbigen Köchen ist.
Die neueste Ergänzung zu Nelson Germans einzigartigem Portfolio ist das Restaurant „Meski“, das eine Kombination aus äthiopischer und dominikanischer Küche anbietet und im April 2025 eröffnet wurde. Dieses Projekt ist eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmer Gema Fasil und dem Spieler der Golden State Warriors, Draymond Green.
Nelson German sagt: „Wir erzählen die wahre Geschichte.“ Er möchte, dass sein Erbe die Gemeinschaft definiert, sei es durch die Ausbildung junger Menschen in Kochprogrammen oder durch kulturelle Zusammenkünfte unter dem Titel karibische Küche. Sein erstes Buch mit dem Titel „Karibische Cocktails: Getränke und Speisen aus der afro-lateinischen Diaspora“, das im Juni veröffentlicht wurde, bietet einen modernen Blick auf vertraute Getränke und inspiriert die Leser, „auf unsere Weise, als Karibiker, zu hosten.“
Nelson German respektiert die Traditionen seiner Vorfahren und das Prinzip Sankofa, das bedeutet „in die Vergangenheit schauen und die Vergangenheit feiern, während man nach vorne geht“. Er sagt: „Man muss immer den Menschen Respekt zollen, die den Weg für einen geebnet haben.“
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