In Delhi haben umfangreiche Proteste begonnen, die sich gegen die Rolle von Jianesh Kumar, dem Vorsitzenden der Wahlkommission Indiens, bei einer umstrittenen Überprüfung der Wählerlisten richten. Diese Proteste beziehen sich insbesondere auf die Streichung von über 130 Millionen Wählern in 30 Bundesstaaten und Unionsterritorien, was zu heftiger Kritik von Oppositionsführern und Kritikern geführt hat.
Gründe für die Proteste und die Kritik
Oppositionsführer und Kritiker behaupten, dass in diesem Prozess ein Teil der Wähler aus Minderheiten gestrichen wurde und diese Maßnahme als Werkzeug zur Stärkung zukünftiger Wahlsiege der BJP unter der Führung von Narendra Modi angesehen wird. Die Kritik an Jianesh Kumar, als Vorsitzendem der Wahlkommission, hat aufgrund seiner Verbindungen zur Zentralregierung und des Drucks, dem er ausgesetzt ist, zugenommen.
Im September wurden Berichte veröffentlicht, die zeigten, dass zwei von drei Wahlkommissaren offiziell Bedenken hinsichtlich verschiedener Aspekte der besonderen Überprüfung (SIR) geäußert haben. Diese Bedenken betreffen die Neuregistrierung von Wählern, die Streichung und Wiederherstellung von Wählern in den Listen sowie die Sicherheit der gesamten Wählerliste.
Massive Präsenz der Demonstranten und Sicherheitsmaßnahmen
Tausende von Demonstranten, Aktivisten, Oppositionsmitgliedern und Studentenorganisationen haben sich auf dem Jantar Mantar in Delhi versammelt, um den Rücktritt von Jianesh Kumar zu fordern. Diese Versammlungen finden statt, während die Sicherheitsbehörden strenge Maßnahmen ergriffen haben und mehrere U-Bahn-Stationen geschlossen wurden, um den öffentlichen Zugang zu beschränken. Darüber hinaus haben die Behörden Beschränkungen für öffentliche Versammlungen und Reden ohne Genehmigung verhängt.
Heute ist auch der Geburtstag von Mahatma Gandhi, bekannt als „Vater der Nation“, der für seine gewaltfreien Proteste und seinen Einfluss auf die indische Unabhängigkeitsbewegung bekannt ist. Während die Temperaturen in Delhi allmählich sinken, steigt der Druck auf die Wahlkommission weiterhin.
Die politische Druckgruppe „Janata Social Party“ (CJP) wird heute in Delhi keine Demonstration abhalten, plant jedoch eine Versammlung gegen Kumar in Mumbai und wird diese Proteste bald landesweit ausweiten.




