Reiche Länder sehen sich der Prognose gegenüber, dass die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen von Covid-19 zwei Jahrzehnte andauern werden. Laut einem heute veröffentlichten Bericht hat der Anstieg des Konsums von Zigaretten, Alkohol und ungesundem Essen während der Pandemie die aktuellen Probleme der Gesundheitssysteme und Volkswirtschaften verschärft.
Unangemessene Fortschritte in der Gesundheit
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) weist in diesem Bericht auch auf die Störungen in der Versorgung von Menschen mit chronischen Krankheiten hin und betont, dass diese Probleme erheblichen Druck auf die Staatsbudgets ausgeübt haben. Während verschiedene Länder weiterhin mit den finanziellen Auswirkungen von Covid-19 kämpfen, wird die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Pandemiefalls ähnlichen Ausmaßes in den nächsten 25 Jahren auf fast 50 Prozent geschätzt.
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Analyse der wirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen
Dieses Dokument, das die Notwendigkeit von Vorbereitung und Reaktion auf Pandemien untersucht, erläutert die Gründe für die Notwendigkeit frühzeitiger Interventionen, um die schlimmsten gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen zu verhindern. Von 2020 bis Mai 2023 verloren fast 7 Millionen Menschen ihr Leben aufgrund von Covid-19, während die Weltwirtschaft im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um fast 4 Prozent schrumpfte, ein Rückgang, der mit der globalen Finanzkrise von 2008 vergleichbar ist.
Die Autoren dieses Berichts haben Modellierungen von Ausbrüchen ähnlicher Viren wie Ebola, Vogelgrippe, Influenza Typ A, Coronavirus und Masern durchgeführt, um die Gesundheitssysteme und Volkswirtschaften zu testen. Ohne Behandlung oder Impfstoff besteht die Wahrscheinlichkeit, dass 1 Prozent der Bevölkerung im Falle eines Ausbruchs eines Coronavirus-ähnlichen Virus und mehr als 5 Prozent im Falle eines Ausbruchs eines Virus ähnlich der Influenza Typ A in den ersten neun Monaten sterben.
Wirtschaftliche und soziale Folgen
In diesem Bericht wird auch prognostiziert, dass im Falle eines Ausbruchs ähnlich wie bei Corona das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,7 Prozent sinken könnte, während dieser Wert im Falle eines Ausbruchs eines Virus ähnlich den Masern bis zu 16,2 Prozent erreichen könnte. Die Sektoren Transport und Lagerhaltung, Produktion sowie administrative und unterstützende Dienstleistungen werden weiterhin zu den am stärksten betroffenen Bereichen der Wirtschaft gehören.
Aus diesem Grund sind frühzeitige öffentliche Gesundheitsmaßnahmen wie Händewaschen, das Tragen von Masken und soziale Distanzierung entscheidend, um Leben und wirtschaftliche Aktivitäten zu retten und den Bedarf an strengeren Maßnahmen in der Zukunft zu verringern.
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