Der russische Drohnenangriff auf einen Passagierzug, der in Richtung Warschau unterwegs war, fand in der Nähe der Grenze zwischen der Ukraine und Polen statt und sollte die westlichen Länder von ihrer fortgesetzten Unterstützung für die Ukraine abschrecken. Josep Borrell, der Außenbeauftragte der Europäischen Union, sagte am Montag am Rande des Arktis-Gipfels in Finnland: "Diese Aktion ist eindeutig darauf ausgelegt, die westlichen Länder von der Fortsetzung ihrer Unterstützung für die Ukraine abzuschrecken."
Details des Angriffs und dessen Ziel
Der Angriff erfolgte, während der Zug, der westliche Beamte und Berater transportierte, zuvor denselben Weg genommen hatte. Der Angriff richtete sich gegen die Lokomotive des Zuges in einer Entfernung von zwei Kilometern zur Grenze, und glücklicherweise wurde niemand bei diesem Vorfall verletzt. Die Ukraine erklärte in einer Stellungnahme, dass "das Ziel dieser russischen Drohne wahrscheinlich der diplomatische Zug war." Unter den Passagieren dieses Zuges waren Boris Johnson, der ehemalige Premierminister Großbritanniens, und David Petraeus, der ehemalige Direktor der CIA.
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Reaktionen auf den Angriff
Das russische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass dieser Angriff auf die Schieneninfrastruktur im Westen der Ukraine gerichtet war, die für "den Transport militärischer Güter" aus Europa genutzt wird. Dmytro Kuleba, der Außenminister der Ukraine, reagierte auf diesen Angriff und sagte, dass die Truppen von Wladimir Putin "direkt an die Türen der Europäischen Union und der NATO klopfen" und forderte die Verbündeten der Ukraine auf, "das gesamte Gewicht der Sanktionen auf Putins aggressive Regime zu werfen."
In der Zwischenzeit hatte Donald Tusk, der Premierminister Polens, Anfang dieses Monats vor möglichen Bedrohungen an den Grenzen Europas gewarnt und gesagt, dass Russland provokante Angriffe auf Grenzübergänge durchgeführt hat. Er stellte klar: "Wir erwarten, dass ähnliche Aktionen an den Grenzen der Ukraine zu anderen Ländern, einschließlich Polen, stattfinden werden."
Dieser Angriff, zusammen mit anderen jüngsten Ereignissen, darunter das Auffinden einer mit Sprengstoff beladenen Drohne in der Nähe des Flughafens Leipzig in Deutschland und einer maritimen Drohne, die von Rumänien im Schwarzen Meer abgeschossen wurde, hat die Sorgen über sicherheitspolitische Bedrohungen durch Russland verstärkt.
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