Russland tötete bei einem Luftangriff auf zwei Busse in der Stadt Kramatorsk, die sich in der Region Donbass in der Ukraine befindet, mindestens 30 Menschen und verletzte 18 weitere. Der Angriff fand am Donnerstagmorgen statt, und laut dem Stadtrat von Kramatorsk waren die Busse auf dem Weg zu Passagieren, die ihren täglichen Reisen nachgingen.
Gefahren des Alltags
Der Stadtrat von Kramatorsk erklärte in einer Stellungnahme: "Für Kramatorsk an der Front — wo nur ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung aufgrund der anhaltenden Bombardierungen Russlands und Evakuierungen geblieben ist — ist jede Reise durch die Stadt ein inhärentes Alltagsrisiko. Nur wenige Menschen sind hier geblieben, und selbst zivile Fahrzeuge werden Ziel russischen Terrorismus."
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Reaktionen auf den Angriff
Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, erklärte, dass Ärzte versuchen, das Leben der Verletzten zu retten, und die Todeszahlen möglicherweise weiterhin steigen werden. Er sprach auch sein Beileid aus und sagte: "Einige der Toten konnten aufgrund der Schwere der Verletzungen noch nicht identifiziert werden." Auch die ukrainischen Justizbehörden haben ein Strafverfahren im Zusammenhang mit diesem Angriff eingeleitet.
Selenskyj betonte weiter, dass "dieser Angriff nicht ungestraft bleiben wird. Russland versucht, das gesamte Leben im Donbass zu zerstören, und eine weltweite Reaktion auf diese Tat ist notwendig. Eine starke Antwort — genau das, was die Russen für all die Tode, die sie verursacht haben, verdienen."
Marco Rubio, der US-Außenminister, erklärte in einem Interview, dass es derzeit keine Aussicht auf eine Verhandlungslösung gibt und dass die Russen auf einer vollständigen Kontrolle von Donezk als Bedingung für jede Vereinbarung bestehen, was die Ukraine als inakzeptabel erachtet.
Russland hat behauptet, dass das Hauptziel seines Angriffs darin besteht, die russischsprachige Bevölkerung im Donbass vor "dem Völkermord, den die Ukraine begeht", zu retten. Wladimir Putin, der Präsident Russlands, sagte am 1. Oktober, dass sein Land bald "den Donbass befreien wird". Moskau hat auf den jüngsten Angriff noch nicht reagiert, hat jedoch wiederholt die gezielte Angriffe auf ukrainische Zivilisten zurückgewiesen.
Dieser neue Angriff erfolgt nur einen Tag nach einem russischen Raketenangriff auf ein Wohngebäude in Pryluky, bei dem 22 Menschen getötet und über 50 verletzt wurden. Seit August hat Moskau eine Welle von Vergeltungsangriffen als Reaktion auf ukrainische Angriffe auf Ölraffinerien und Märkte in Russland gestartet.
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