Die schwedischen Parlamentswahlen sind aufgrund des engen Wettbewerbs zwischen der rechten und der linken Seite unvorhersehbar geworden. Erste Analysen zeigen, dass die Unterstützung für die von Ministerpräsident Ulf Kristersson angeführte rechte Koalition in den letzten zwei Wochen des Wahlkampfs zugenommen hat.
Enger Wettbewerb zwischen den Lagern
Diese Wahlen finden statt, während Kristerssons rechte Koalition im vergangenen Jahr in Umfragen zurücklag und erst in den letzten Wochen allmählich den Abstand zu den linken Konkurrenten verringert hat. Wenn Kristersson die Umfragen überwinden und an der Macht bleiben kann, hat er versprochen, Politikern der Schwedischen Demokraten, einer nationalistischen und migrationsfeindlichen Partei, Ministerposten anzubieten, was für ein Land, das seit Jahrzehnten von der extremen Rechten Abstand genommen hat, beispiellos ist.
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Analyse der ersten Ergebnisse
Zwei Exit-Polls, die am Ende der Abstimmung veröffentlicht wurden, zeigen, dass die linke Seite unter der Führung von Magdalena Andersson, der ehemaligen Ministerpräsidentin, derzeit in Führung liegt. Dennoch zeigen spätere Analysen, dass der Wettbewerb äußerst eng ist, und es wird erwartet, dass Kristerssons rechte Koalition 174 Sitze von 349 im Parlament gewinnen wird, während die linke Seite 175 Sitze haben wird. Andere Ergebnisse zeigen, dass 176 Sitze der linken Seite und 173 Sitze der rechten Koalition zugewiesen werden.
Andersson betrachtet das enge Ergebnis als enttäuschend. Sie, die vor vier Jahren von der Macht verdrängt wurde, galt als eine der starken Kandidatinnen für eine Rückkehr ins Amt der Ministerpräsidentin. Doch ihre zweistellige Führung in den Umfragen hat in den letzten Tagen abgenommen. Andersson äußerte während ihres Besuchs in den Vororten von Stockholm am Wahltag: „Schwedische Wahlen sind immer eng.“
Folgen der Wahlen für die extreme Rechte
Die Wahlergebnisse werden für die Zukunft der extremen Rechten in Schweden von entscheidender Bedeutung sein, und diese Wahlen werden als Wendepunkt für Schweden und andere europäische Länder, in denen nationalistische Parteien im Aufschwung sind, betrachtet werden. Andersson betonte auch, dass, wenn die linke Seite gewinnt, dies nicht das Ende der Schwedischen Demokraten bedeuten wird, insbesondere wenn das Endergebnis eng ist.
Kristersson, der Führer der moderaten Partei, wird, falls die Prognosen zutreffen, wahrscheinlich weiterhin versuchen, sein Amt als Ministerpräsident zu behalten. Er ist der Meinung, dass die Schwedischen Demokraten zuverlässig sein können und in den letzten vier Jahren seiner Koalition im Parlament geholfen haben, strenge Politiken in Bezug auf Einwanderung und Kriminalität voranzutreiben.
Bei den Bemühungen um die Bildung einer Koalition, die bestimmen wird, welcher Führer das Land leiten wird, haben kleinere Parteien in Schweden oft großen Einfluss. Auch diesmal wird dies der Fall sein, wenn die Prognosen über ein enges Ergebnis eintreffen. Auf der rechten Seite führt Kristersson eine Koalition aus vier Parteien, zu der auch die Schwedischen Demokraten gehören. Doch Anderssons Weg zur Bildung einer Koalition ist kompliziert und hängt von den Differenzen zwischen den kleineren Parteien in ihrem Lager ab.
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