Wladimir Selensky, der Präsident der Ukraine, hat am Montag Russland der Verletzung eines angeblichen Waffenstillstands beschuldigt, von dem Donald Trump, der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten, behauptet hatte, dass er am vergangenen Wochenende vereinbart wurde.
Details zum Waffenstillstand
Trump kündigte einseitig am Sonntagabend in sozialen Medien an, dass "beide Seiten" einem "Energie-Waffenstillstand", der "sofort wirksam ist", zugestimmt hätten. Doch Selensky sagte in einem Interview mit einer Nachrichten-Website kurz nach dieser Behauptung, dass dieser Waffenstillstand "für mich eine neue Nachricht ist".
Verletzung des Waffenstillstands und Selenskys Reaktion
Selensky sagte auf dem jährlichen "Warsaw Security Forum", dass in der vergangenen Nacht russische Verstöße gegen den von Trump angekündigten Energie-Waffenstillstand stattgefunden hätten, während der Bürgermeister von Charkiw auch von mindestens 12 Verletzten bei Angriffen auf Energieanlagen berichtete.
Er sagte: "Es ist offensichtlich, dass [Wladimir] Putin kein Interesse an Trumps sozialen Netzwerken hat." Selensky fügte hinzu, dass er bereit sei, sich an eine Vereinbarung zur Nichtangriff auf Energieanlagen zu halten, wenn Russland seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine einstellt.
Selensky sagte auch: "Dieser Waffenstillstand könnte funktionieren und könnte ein großer Schritt in Richtung Frieden sein, wenn die Amerikaner jetzt wirklich handeln und sicherstellen, dass die Russen ihn respektieren." Er betonte, dass er erwarte, dass die Amerikaner einen konkreten Schritt unternehmen, um diesen Waffenstillstand zu garantieren.
Internationale Reaktionen
Kaja Kallas, die Außenministerin der Europäischen Union, erklärte am Montag in einer Sitzung mit den Außenministern der Union in Luxemburg, dass die Union einen Energie-Waffenstillstand begrüßen würde, wenn er eingehalten wird, wies jedoch darauf hin, dass sie noch nicht gesehen hätten, dass Russland sich ebenfalls an diesen Waffenstillstand hält.
Emmanuel Macron, der Präsident Frankreichs, betonte ebenfalls die Notwendigkeit eines "echten Waffenstillstands" von beiden Seiten und sagte: "Ich habe in den letzten 48 Stunden keinen Energie-Waffenstillstand von Russland gesehen."
Die russische Regierung erklärte ebenfalls am Montag, dass Putin nur dann über einen einseitigen Waffenstillstand nachdenken würde, wenn Präsidentschaftswahlen in der Ukraine stattfinden. Sergei Lawrow, der Außenminister Russlands, sagte auch: "Ich glaube nicht, dass er eine Pause verdient."




