Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, wies die Behauptung von Donald Trump, dem ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten, zurück, dass die Ukraine und Russland ein Abkommen zur Einstellung der Angriffe auf die Energieinfrastruktur des jeweils anderen getroffen hätten. Diese Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Situation an den Fronten des Krieges zwischen diesen beiden Ländern äußerst angespannt ist.
Trumps Behauptung und Selenskyjs Antwort
Trump verwies in den letzten Tagen in seinen Äußerungen auf die Ineffektivität der Ukraine bei der Senkung der Kraftstoffpreise auf den Weltmärkten und erklärte, dass die Ukraine und Russland ein Abkommen zur Einstellung der Angriffe auf die Energieinfrastruktur erzielt hätten. Laut ihm sei dieses Abkommen aufgrund der steigenden Kraftstoffpreise und der Energiekrise zustande gekommen. Selenskyj wies jedoch diese Behauptung umgehend zurück und betonte, dass die Ukraine keinem Abkommen mit Russland vertraue.
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Selenskyj sagte in einem Beitrag im sozialen Netzwerk X, dass die Ukraine kein Vertrauen in die wahren Absichten Russlands habe, sich an irgendein Abkommen zu halten, und fügte hinzu: „Die Ukraine wird ihre Angriffe fortsetzen, es sei denn, Russland hält sich an seine Verpflichtungen.“ Er betonte auch, dass jeder Waffenstillstand langfristig und nachhaltig sein müsse, um vertrauenswürdig zu sein.
Bedingungen für einen Waffenstillstand und die Sorgen der Ukraine
Selenskyj wies auch darauf hin, dass, falls ein Abkommen für einen Waffenstillstand zustande kommt, dieses nicht als Mittel zur vorübergehenden Entspannung genutzt werden sollte. Er ist der Ansicht, dass jeder Waffenstillstand so gestaltet sein sollte, dass Russland ihn nicht für die Durchführung seiner Parlamentswahlen vom 18. bis 20. September nutzen kann. Selenskyj fügte hinzu, dass er und seine Kollegen auf weitere Details von ihren internationalen Partnern warten.
In der Zwischenzeit hat der Kreml noch nicht auf Trumps Behauptung reagiert. Dmitri Peskow, der Sprecher des Kremls, betonte die Äußerungen von Trump über die Notwendigkeit, die Angriffe der Ukraine auf die wirtschaftliche Infrastruktur zu stoppen, weigerte sich jedoch, auf die Frage zu antworten, ob Russland ebenfalls seine Angriffe einstellen werde oder nicht.
Trump hatte im Mai ebenfalls einen dreitägigen Waffenstillstand erreicht, der Russland erlaubte, die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges abzuhalten. Dennoch griff Moskau in diesen Tagen die Ukraine mit 40 Drohnen und einer ballistischen Rakete an.
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