Spanien hat nach einem tödlichen Zugunglück, das am 28. Oktober stattfand, drei Tage nationale Trauer ausgerufen. Bei diesem Vorfall kamen mindestens 68 Menschen ums Leben und Hunderte andere wurden verletzt. Premierminister Pedro Sánchez gab diese Entscheidung bei einem Besuch des Unglücksortes in der Nähe der Stadt Orda bekannt und sagte: "Ganz Spanien ist in Trauer".
Details des tödlichen Unglücks
Das Unglück ereignete sich, als ein Hochgeschwindigkeitszug der Renfe mit einem anderen Zug kollidierte, der zum Stehen gekommen war. Der Vorfall geschah um 9 Uhr morgens auf der Strecke zwischen Madrid und der südlichen Stadt Sevilla, in der Nähe der Städte Mora und Orgaz. Laut Berichten lokaler Behörden waren etwa 540 Passagiere in diesen beiden Zügen.
Derzeit sind mindestens 107 Personen in den Krankenhäusern der Region Kastilien-La Mancha aufgenommen, von denen 18 in kritischem Zustand sind. Dieses Unglück gilt als das tödlichste Zugunglück in der Europäischen Union seit 2013 und geschah nur 9 Monate nach einem weiteren Unglück mit 46 Opfern im Süden Spaniens.
Reaktionen und Folgen
Premierminister Sánchez erklärte in seiner Fernsehansprache, dass "dieses schreckliche Unglück" untersucht werden wird und er sich verpflichtet hat, jegliche mögliche Mängel im Transportsystem zu klären. Der spanische Verkehrsminister, Óscar Puente, wies auf die "unverständliche" Entscheidung der Betreiber hin, die Hochgeschwindigkeitszüge nach einem Systemfehler, der zu diesem Unglück führte, weiterfahren zu lassen.
Nach diesem Vorfall haben alle politischen Parteien, mit Ausnahme der rechtsextremen Vox-Partei, ihre Kampagnen am Mittwoch zum Gedenken an die Opfer eingestellt. Die Parlamentswahlen in Spanien finden am 29. November statt.
Der spanische Fußballverband (RFEF) hat ebenfalls aus Respekt vor den Opfern die Durchführung von mehr als 20 Spielen, einschließlich der Copa del Rey, die für Mittwoch geplant waren, abgesagt. Fußballvereine haben auch in sozialen Medien ihr Mitgefühl und ihre Solidarität bekundet.
Dieses tödliche Unglück ist das zweite Zugunglück in Spanien in diesem Jahr. Das Hochgeschwindigkeitsbahnnetz Spaniens, das als das größte in Europa gilt, hatte seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1992 keinen tödlichen Unfall, jedoch gab es in diesem Jahr an anderen Stellen des Netzes ebenfalls tödliche Unfälle.




