Ursula von der Leyens Initiative zur Verbot der Nutzung von sozialen Netzwerken durch Kinder unter 13 Jahren ist eine Antwort auf die zunehmenden Bedenken hinsichtlich der möglichen Schäden von Online-Plattformen wie TikTok und Instagram. Dieses Gesetz erfordert ein neues Maß an Entschlossenheit zur Umsetzung.
Rechtliche Herausforderungen und Datenschutz
Die Europäische Kommission muss nun mit nationalen Regierungen und Technologieexperten verhandeln, um festzustellen, wie ein Gesetz auf europäischer Ebene umgesetzt werden kann, das Kinder unter 13 Jahren von der Nutzung sozialer Netzwerke ausschließt und den Zugang von Jugendlichen unter 15 Jahren stark einschränkt, ohne die Privatsphäre von Jugendlichen und Erwachsenen im Alterverifikationsprozess zu verletzen.
Die Verringerung der Schäden, die soziale Netzwerke bei Jugendlichen verursachen, ist eine der Hauptprioritäten der Präsidentin der Europäischen Kommission, die als Ärztin und Mutter von sieben Kindern wiederholt die Auswirkungen des Internets auf die Gesundheit von Jugendlichen kritisiert hat. Bei der offiziellen Vorstellung des EU-Kinderrechtsgesetzes am Donnerstag sagte sie: "Wenn eine Plattform Zugang zu Kindern oder Jugendlichen haben möchte, muss sie zuerst nachweisen, dass sie sicher ist."
Globale Auswirkungen und Proteste
Die von der Europäischen Union vorgeschlagenen Maßnahmen kommen, nachdem Australien im Dezember 2025 das erste nationale Verbot der Nutzung sozialer Netzwerke für Personen unter 16 Jahren eingeführt hat. Dieses Verbot hat nur begrenzte Auswirkungen, und viele Kinder haben weiterhin Zugang zu sozialen Netzwerken. Globale Kampagnen von Eltern und Psychologen warnen davor, dass soziale Netzwerke zu Sucht, sozialer Isolation und Depression führen.
Einige Kinderrechtsaktivisten und Regierungen der Europäischen Union sind der Meinung, dass allgemeine Verbote keine angemessene Lösung sind und die Rechte von Jugendlichen auf Informationen und freie Meinungsäußerung verletzen. Ihre Bedenken sind in diesem neuen Vorschlag enthalten, der versucht, widersprüchliche Überlegungen auszugleichen.
Dennoch erhöhen die bestehenden Komplexitäten in diesem Gesetz nur die praktischen Herausforderungen. Der Vorschlag verbietet effektiv jedem, der unter 13 Jahre alt ist, die Erstellung eines Kontos in sozialen Netzwerken und Video-Sharing-Plattformen und sieht strenge Einschränkungen für Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren vor.
Die Europäische Kommission möchte die Verhandlungen innerhalb der nächsten 8 bis 12 Monate abschließen. Dennoch könnten die erforderlichen Verfahren das Inkrafttreten des Gesetzes auf Mitte 2028 verschieben. Dieses Ziel ist für den rechtlichen Prozess der Europäischen Union ehrgeizig und wird besonders angesichts der bestehenden Widerstände in einigen Ländern keine einfache Aufgabe sein.




