Xochitl Gonzalez hat während ihrer Recherche für ihren dritten Roman festgestellt, dass es an Szenen mit farbigen Charakteren fehlt, die zusammen feiern. Die 48-jährige Autorin erinnert sich daran, dass ihre Familie selbst in schwierigen Zeiten immer einen Grund zum Feiern und zur Freude fand. Sie sagt: „Mein Großvater hat Flaschen recycelt, um die Kosten für meine Hochzeitsfeier zu decken.“
Neuer Roman und bunte Feste
In ihrem neuen Roman mit dem Titel Last Night in Brooklyn, einer Neuinterpretation der großen Gatsby-Geschichte aus dem Jahr 2007, wird ein Bild von Brooklyn vor der neuen Welle der Gentrifizierung gezeichnet. Der Roman folgt der Geschichte von Alicia, einer jungen Frau, die versucht, die Last der traditionellen Werte ihrer Mutter abzulegen. Alicia möchte ihre Stadt in Richtung neuer Erfahrungen und Menschen lenken, insbesondere zu ihrem Nachbarn La Garza, einem lokalen Modedesigner und legendären Gastgeber von Festen. Die prächtigen Zusammenkünfte von La Garza ziehen Alicia in eine Welt voller kreativer lateinamerikanischer und schwarzer Jugendlicher, die versuchen, sich in einer sich verändernden Welt einen Namen zu machen.
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Persönliche Erfahrungen und kulturelle Perspektive
Gonzalez, die als Tochter einer puerto-ricanischen Mutter und eines mexikanisch-amerikanischen Vaters aufgewachsen ist und in Brooklyn von ihren Großeltern erzogen wurde, bereichert ihre Bücher mit reichen identitäts- und kulturbezogenen Entdeckungen. Ihre Liebe zur Stadt New York zeigt sich in ihren Geschichten, in denen die Charaktere auf der Suche nach ihrer Identität und ihrem Platz sind. Sie achtet auch darauf, wie ihre Romane leicht in das geschäftige Leben der Leser integriert werden können. Gonzalez weiß, dass ein leichtes Buch mit einer guten Erzählung einen großen Einfluss auf das Engagement der Menschen mit ihren Werken haben kann. Sie sagt: „Ich bin dabei, Kunst zu schaffen, die konsumiert werden soll, also versuche ich, die Leben der Menschen zu berücksichtigen.“
In der Vergangenheit hat Gonzalez etwa 13 Jahre als Hochzeitsplanerin gearbeitet. Die Organisation von Veranstaltungen für verschiedene Kunden in New York hat ihr Einblicke in menschliches Verhalten und Macht gegeben. In ihren frühen vierzigern entschied sie sich, zu schreiben, und verwandelte ihre Erfahrungen in Geschichten voller Charaktere, die ihren Weg in der Welt finden und ihre Träume verwirklichen, während sie gleichzeitig mit den Schnittpunkten von Privilegien, Rasse und sozialer Klasse kämpfen. Ihr nächstes Buch mit dem Titel Need Blind: A Memoir of Class and Climbing in America, das ihr erstes Sachbuch sein wird, wird 2027 veröffentlicht und wird diese Reise weiter untersuchen. Gonzalez, die als Pulitzer-Preisträgerin für ihre Kolumnen im Atlantic anerkannt ist, sagt: „Ich konnte all die Zeit damit verbringen, Menschen zu beobachten und zu sehen, wie die Dinge funktionieren. Jetzt kann ich das nutzen.“
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