Änderung der Haltung des Europäischen Parlaments gegenüber China: Ein Ende des "normalen Geschäfts"
Wirtschaft

Änderung der Haltung des Europäischen Parlaments gegenüber China: Ein Ende des "normalen Geschäfts"

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In den letzten Tagen sind Anzeichen für einen Wandel in den Politiken des Europäischen Parlaments gegenüber China zu beobachten. Die Abgeordneten des Parlaments sind zu dem Schluss gekommen, dass man nicht länger an der Haltung des "normalen Geschäfts" in Bezug auf dieses Land festhalten kann. Pascal Canfin, Abgeordneter des Europäischen Parlaments und verantwortlich für die Handelsbeziehungen zu China, hat seine Besorgnis über den Anstieg der chinesischen Exporte und die damit verbundenen Bedrohungen deutlich zum Ausdruck gebracht.

Wirtschaftliche und industrielle Bedrohungen

Canfin erklärte in seinen Äußerungen, dass das Hauptziel der chinesischen Politik darin besteht, eine Führungsrolle in der neuen globalen Ordnung auf der Grundlage ihrer Macht und Werte zu erreichen. Seiner Meinung nach sind die wirtschaftlichen und industriellen Krisen in Europa aufgrund des Anstiegs der chinesischen Exporte, insbesondere in der Automobil- und Chemieindustrie, deutlich sichtbar. Dies hat dazu geführt, dass die europäischen Regierungen darüber nachdenken, ein Gleichgewicht in ihrem Handel mit China zu finden.

Derzeit finden Verhandlungen zwischen Brüssel und Peking statt, um dem täglichen Handelsdefizit von 1 Milliarde Euro Europas gegenüber China entgegenzuwirken. In diesem Zusammenhang wird Maroš Šefčovič, der Handelskommissar der Europäischen Union, im Oktober nach Peking reisen und bei fehlendem Fortschritt ernsthafte Maßnahmen auf die Agenda setzen.

Entwicklungen in den Politiken

Das Europäische Parlament ist letztendlich zu dem Schluss gekommen, dass ernsthafte Maßnahmen zur Verringerung der Abhängigkeit von China und zur Stärkung der heimischen Industrien ergriffen werden müssen. Zu diesem Zweck wird der Vorschlag für ein "Industriebeschleunigungsgesetz" geprüft, das darauf abzielt, europäische Prioritäten in strategischen Industrien zu schaffen. Diese Maßnahme wird eindeutig als Antwort auf China und als Versuch angesehen, die industriellen Infrastrukturen des europäischen Kontinents zu stärken.

Canfin wies auch auf den Wandel der Haltung der Regierungen hin und sagte, dass Deutschland, als größte Volkswirtschaft Europas, sich in Richtung einer härteren Politik gegenüber China bewegt. Diese Veränderung ist insbesondere unter mittelständischen Unternehmen, die sich um ihre Zukunft gegenüber China sorgen, deutlich zu spüren. Aber die Frage bleibt, ob diese Veränderungen tatsächlich zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage Europas führen können oder nicht?

Schließlich scheint das Europäische Parlament auf dem Weg zu einer stärkeren und aktiveren Haltung gegenüber China zu sein, aber es wird viele Herausforderungen zu bewältigen haben.

Quelle: politico.eu