Überschwemmungen in Nepal forderten das Leben von Tausenden
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Überschwemmungen in Nepal forderten das Leben von Tausenden

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Die jüngsten Überschwemmungen in Nepal und Tibet haben 1386 Menschen das Leben gekostet, und etwa 5000 Personen werden noch vermisst. Diese Überschwemmungen haben erhebliche Schäden an der Infrastruktur, Wasserkraftprojekten und sogar ganzen Städten verursacht. Diese Art von Katastrophe ist für Nepal und Tibet bekannt und auf tragische Weise wiederkehrend.

Ursachen der Überschwemmungen

Die Himalaya-Berge sind regelmäßig Zeugen tödlicher Überschwemmungen. Im Juli 2025 trat eine Überschwemmung, die in China begann, über das Flussbecken des Trishuli nach Nepal ein und forderte 19 Menschenleben. Obwohl die Dynamik dieser Überschwemmung unterschiedlich war, spielte das Schmelzen der Gletscher ebenfalls eine Rolle. Weitere Überschwemmungen in den indischen Bundesstaaten kosteten Dutzende von Menschen das Leben, und eine ähnliche Katastrophe in Pakistan im Jahr 2022 betraf über 33 Millionen Menschen.

Die genaue Rolle des Klimawandels bei der Überschwemmung am 26. August in Nepal und Tibet ist noch unklar. Die vorherrschende Theorie besagt, dass die Erwärmung der Temperaturen möglicherweise zu einem schnelleren Schmelzen des Dauerfrosters führt und Erdrutsche verursacht. Die internationale Gruppe World Weather Attribution (WWA), die die Rolle des vom Menschen verursachten Klimawandels bei extremen Wetterereignissen modelliert, hat bisher keinen Bericht über diese Überschwemmung veröffentlicht.

Menschliche Faktoren und Infrastruktur

Nicht nur der Klimawandel kann das Ausmaß der Katastrophen im Himalaya erklären. Zwischen Juni und August erlebten die nordöstlichen Bundesstaaten Indiens, einschließlich Assam, Nagaland und Arunachal Pradesh, starke Niederschläge und zahlreiche Überschwemmungen. WWA fand wenig Beweise dafür, dass diese Überschwemmungen das Ergebnis des vom Menschen verursachten Klimawandels waren. Tatsächlich haben andere menschliche Entscheidungen Bedingungen geschaffen, die zur Entstehung von Katastrophen beigetragen haben.

Illegale Urbanisierung, Abholzung und Störungen der Infrastruktur haben alle zur Verschärfung der Bedingungen beigetragen. Beispielsweise haben nicht nachhaltige Landwirtschaft und ungeeignete Infrastruktur die Überschwemmungen verschärft. Keshab Kumar Sharma, ehemaliger Sekretär des nepalesischen Ministeriums für Infrastruktur, ist der Ansicht, dass illegale industrielle Aktivitäten, einschließlich des Bergbaus im Flussbett, den Wasserspiegel erhöht und die Wahrscheinlichkeit von Überschwemmungen erhöht haben.

Die schlimmsten Zerstörungen traten im Gebiet Rasuwal in Nepal an der Grenze zu China auf. Dieses Gebiet ist auch eines der sich schnell entwickelnden Gebiete des Landes und beherbergt neue kommerzielle Projekte und von China unterstützte Infrastrukturen. Diese Wechselwirkungen zwischen Wasser, Infrastruktur und Risiko heben die wichtigste Lektion zur Risikominderung hervor: Es gibt nichts, was als natürliche Katastrophe bezeichnet werden kann.

Herausforderungen für Tourismus und Landwirtschaft

Die Region Rasuwal, die mehrere Wasserkraftprojekte beherbergt, ist auch ein wichtiges Touristenziel. Das Verschwinden von Hunderten von Touristen und ausländischen Pilgern hat mehr Aufmerksamkeit auf diese Katastrophe gelenkt. Die Abhängigkeit vom Tourismus beeinflusst auch die Fähigkeit einer Gemeinschaft zur Erholung. Eine solche Katastrophe hat die Tourismussaison gestört und gefährdet die wirtschaftliche Lage derjenigen, die von diesem Geschäft abhängig sind.

Die nationale Agentur für Naturkatastrophenmanagement und -minderung Nepals schätzt, dass die Überschwemmungen 1806 Hektar landwirtschaftlicher Flächen beschädigt haben. Rettungsmaßnahmen in Nepal dauern weiterhin an, und der Bedarf an Nothilfe wird noch monatelang bestehen, während die Erholung Jahre dauern könnte. Überschwemmungen werden weiterhin eine ständige Bedrohung darstellen, und die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens wird immer größer.

Quelle: time.com