Maroš Šefčovič, der Handelskommissar der Europäischen Union, wird am Donnerstag, den 17. September, einen Videoanruf mit Wang Wentao, dem Handelsminister Chinas, haben. Dieser Anruf dient dazu, den Stand des bilateralen Handels zu überprüfen und zu versuchen, das tägliche Handelsdefizit der Europäischen Union mit China in Höhe von einer Milliarde Euro zu verringern.
Druck auf die Europäische Kommission
Die Europäische Kommission steht unter Druck, die Ergebnisse ihrer Bemühungen zur Verbesserung der Handelsbeziehungen mit China auf dem EU-Gipfel Mitte Oktober zu präsentieren. Dieser Gipfel bietet die Gelegenheit, die Handelsherausforderungen und Bedrohungen zu erörtern, die China für die industrielle Basis Europas darstellt.
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Die Europäische Kommission hat in diesem Sommer intensiveren Kontakt mit chinesischen Beamten aufgenommen, um Maßnahmen zur Verringerung der Abhängigkeit von China in kritischen Lieferketten zu ergreifen. Dieser Videoanruf findet nur einen Tag nach der Rede von Ursula von der Leyen, der Präsidentin der Europäischen Kommission, zur Lage der Europäischen Union statt.
Planung einer Reise nach China
Nach dem Videoanruf mit dem Handelsminister Chinas wird Šefčovič Feedback von den CEOs europäischer Unternehmen zu den Bemühungen der Kommission zur Diversifizierung der Lieferketten sammeln. Diese Gespräche werden auch die Prüfung möglicher Instrumente zur Diversifizierung der Versorgung mit kritischen Gütern umfassen.
Eine Delegation hochrangiger Beamter der Kommission, angeführt von Ditte Juul Jørgensen, der Generaldirektorin für Handel, wird nächste Woche nach China reisen. Diese Reise folgt auf den Videoanruf von Šefčovič und hat das Ziel, die Handelsherausforderungen weiter zu untersuchen und über zukünftige Kooperationen zu sprechen.
Angesichts der Bedeutung der Handelsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und China könnte dieser Anruf und die Reisen erhebliche Auswirkungen auf die zukünftigen Handelsbeziehungen beider Seiten haben. Die Europäische Union bemüht sich, ihre Abhängigkeit von China zu verringern und strebt an, diversifiziertere und nachhaltigere Lieferketten zu schaffen.
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