Der Landwirtschaftsminister von Portugal, José Manuel Fernandes, fordert dringend finanzielle Unterstützung von der Europäischen Union zur Bereitstellung von Ziegen und anderen Tieren zur Bekämpfung von Waldbränden. In einem informellen Treffen mit anderen Ministern in Dublin argumentierte er, dass diese traditionelle und kostengünstige Methode dazu beitragen kann, Brände in anfälligen Gebieten zu reduzieren.
Notwendigkeit der Beachtung traditioneller Methoden
Fernandes erklärte: „Wir nutzen unsere nationalen Ressourcen, aber wir tun dies für die gesamte Europäische Union.“ Laut ihm trägt diese Maßnahme nicht nur zum Umweltschutz bei, sondern führt auch zu einer Reduzierung der Kohlenstoffemissionen. Während der Sommer in diesem Jahr von Dürre und verheerenden Bränden geprägt war, versuchen einige Länder, diese Gelegenheit zu nutzen und andere Länder zu bitten, die Finanzierung der Landwirte fortzusetzen.
Landwirtschaftsstrategien gegen den Klimawandel
Während einige Länder eine Senkung der Ausgaben in Themen wie Solidarität und Landwirtschaft fordern, sind Minister wie Fernandes der Meinung, dass es nicht nur um Zahlungen an Landwirte geht, sondern dass wir das Lebensmittel- und Landwirtschaftssystem an extremere Wetterbedingungen anpassen müssen. Er wies darauf hin, dass 42 Prozent der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) Umweltziele gewidmet sind und fügte hinzu: „Die besten Freunde der Umwelt sind die Landwirte.“
In der Zwischenzeit betonte der Kommissar für Landwirtschaft und Ernährung, Christoph Hansen, die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Vorbereitung der Betriebe auf zukünftige Dürreperioden und forderte eine ausreichende Wasserversorgung zur Bekämpfung von Bränden und zur Bewässerung der Felder in trockenen Zeiten. Auch Luis Planas, der Landwirtschaftsminister Spaniens, forderte eine Erhöhung des EU-Budgets zum Schutz der Betriebe vor Dürre.
Fernandes schlug vor, dass die Ressourcen des EU-Systems für den Handel mit Treibhausgasemissionen zur Unterstützung dieser Ziegen genutzt werden könnten, und sagte: „Wenn wir dem Verkehrssektor helfen, die Emissionen zu reduzieren, warum sollten wir dann nicht auch diesem Sektor helfen, der mit dem zivilen Schutz zu tun hat?“




