Deutschland reduziert das Entwicklungsbudget
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Deutschland reduziert das Entwicklungsbudget

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Der Entwicklungsminister Deutschlands, Riem Al-Abdali Radwan, warnte in seiner jüngsten Rede im Bundestag vor globalen Krisen wie Überschwemmungen in Nepal, Hitzewellen und Niederschlagsmangel, dass Millionen von Menschen derzeit mit Hunger konfrontiert sind. Er betonte, dass die Klimakrise die gesamte Welt bedroht und kein Land allein damit umgehen kann.

Ständige Budgetkürzungen

Radwan verwies zu Beginn der Diskussion über den Haushaltsentwurf der Bundesregierung für das Jahr 2027 auf die Kürzung des Budgets seines Ministeriums. Das Budget dieses Ministeriums wurde zum fünften Mal in Folge gekürzt und ist von etwas mehr als 10 Milliarden Euro auf weniger als 9,5 Milliarden Euro gesunken. Im Jahr 2022 betrug dieses Budget fast 14 Milliarden Euro und ist seitdem um etwa ein Drittel gesenkt worden.

Reaktionen auf die Budgetkürzung

Hilfsorganisationen haben Bedenken gegenüber dieser politischen Änderung geäußert, und angesichts der jüngsten Budgetkürzungen sind ihre Sorgen gewachsen. Michael Hurst von der Organisation Venro, die etwa 150 Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen vertritt, sagte: "Die erneute Kürzung des Budgets für internationale Zusammenarbeit verschärft die aktuelle Krisensituation." Er wies auch auf den Stopp humanitärer Hilfe hin und forderte eine Änderung des Budgetkurses.

Hurst betonte zudem, dass die Budgetkürzungen erhebliche Auswirkungen auf Hilfsprojekte haben werden und prognostizierte, dass die Anzahl der Menschen, die von Hilfen profitieren, erheblich sinken wird.

Sicherheits- und Finanzherausforderungen

Die Budgetkürzungen in allen Ministerien erfolgen im Rahmen neuer Finanzpolitiken, die nach dem Ukraine-Krieg eingeführt wurden. In diesem Zusammenhang hat Deutschland begonnen, das Verteidigungsbudget zu erhöhen, während andere Ministerien mit drastischen Budgetkürzungen konfrontiert sind.

Jamila Schaffer, Abgeordnete der Grünen, betonte in der Diskussion über das Budget des Entwicklungsministeriums die Bedeutung von Investitionen in internationale Zusammenarbeit und Klimaschutzmaßnahmen. Sie sagte: "Sicherheit wird nicht nur durch Investitionen in das Verteidigungsbudget geschaffen."

Schließlich bezeichnete Jan Sebastian Friedrich-Rast, der für die humanitäre und entwicklungsbezogene Organisation Action Against Hunger verantwortlich ist, die geplanten Kürzungen für das Budget 2027 als kurzsichtig und gefährlich und warnte, dass diese Entscheidung bis 2030 zum Tod von bis zu 22,6 Millionen Menschen weltweit führen könnte.

Quelle: dw.com