Die Angriffe der Houthi auf Saudi-Arabien haben sich mit dem Tod von 13 Personen in Riad verstärkt
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Die Angriffe der Houthi auf Saudi-Arabien haben sich mit dem Tod von 13 Personen in Riad verstärkt

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Die Houthi aus Jemen, die mit Iran verbunden sind, haben ihre Angriffe auf Saudi-Arabien verstärkt und diesmal Flughäfen und Energieanlagen ins Visier genommen. Bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen Riad am Samstag kamen 13 Menschen ums Leben und mehr als 300 wurden verletzt. Bei einem zweiten Angriff am Sonntag wurde ein weiterer Zivilist getötet und 11 weitere verletzt.

Angriffe auf die kritische Infrastruktur Saudi-Arabiens

Die Houthi haben auch den Flughafen in Dammam und zwei weitere Ölanlagen in den letzten 24 Stunden angegriffen. Der saudi-arabische Energieminister, Prinz Abdulaziz bin Salman Al Saud, warnte vor den Folgen dieser Angriffe für die Energiesicherheit und kündigte eine starke Reaktion an.

Berichte eines amerikanischen Think Tanks zeigen, dass Saudi-Arabien dabei ist, die Raketenabschussbasen der Houthi, Lagerstätten und andere militärische Infrastrukturen im Jemen ins Visier zu nehmen. Der Militärsprecher Saudi-Arabiens, Turki al-Maliki, gab in einem Bericht bekannt, dass bisher 136 militärische Ziele zerstört wurden.

Herausforderungen im Fortgang des Krieges und Strategiewechsel

Dennoch konnte die militärische Intervention Saudi-Arabiens, die 2015 begann, die Houthi nicht besiegen. Die von Saudi-Arabien geführte internationale Koalition, die 2015 gegründet wurde, ist mittlerweile stark erschüttert, und die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihre Truppen aus dem Jemen abgezogen. Die Houthi kontrollieren nicht nur große Teile des Nordjemen, sondern haben auch zunehmend die Westküste übernommen, von wo aus sie internationale Flotten im Roten Meer und der Bab-el-Mandeb-Straße angreifen.

Anfang September verursachten Drohnenangriffe auch erhebliche Schäden an der östlich-westlichen Ölpipeline Saudi-Arabiens, was zu einem vorübergehenden Stopp der Ölexporte und zu erhöhten Risiken für die Energiemärkte führte. Die saudi-arabische Regierung sucht seit Wochen nach Verbündeten im Kampf gegen die Houthi, und Ende September erklärten Großbritannien und Frankreich ihre militärische Unterstützung zum Schutz der saudischen Infrastruktur.

Während die Vereinigten Staaten kürzlich von einer militärischen Präsenz an der Seite Saudi-Arabiens gegen die Houthi abgesehen haben, könnte es laut politischen Analysten in Washington zu einem Meinungswechsel kommen. Diese Analysten glauben, dass es unklar bleibt, ob Saudi-Arabien die finanziellen Mittel, das politische Engagement und den Willen zur Fortsetzung des Krieges aufbringen kann.

Markus Schneider, Projektleiter der Friedrich-Ebert-Stiftung, ist ebenfalls der Meinung, dass für die Zerschlagung der Houthi Bodentruppen benötigt werden, aber Saudi-Arabien hat in dieser Art von Krieg, insbesondere in fremden Ländern, keine Erfahrung. Daher scheint die Führung Saudi-Arabiens eher darauf aus zu sein, die Verwundbarkeit zu verringern und eine breite Koalition von Partnern zu sichern.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Houthi im Jemen gut etabliert sind und erhebliche Schläge einstecken können. Saudi-Arabien benötigt Stabilität, um seine Vision 2030 umzusetzen, und dieses Ziel scheint jetzt weiter entfernt denn je.

Sicherheitskooperationen im Golf

Saudi-Arabien könnte auch an einer Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten interessiert sein. Berichten zufolge hat Anwar Gargash, der oberste diplomatische Berater des Präsidenten der VAE, eine engere sicherheitspolitische Zusammenarbeit zwischen den Golfstaaten gefordert. Er betonte auch, dass es notwendig sei, die Kooperationen insbesondere in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung wiederzubeleben.

Derzeit sucht Saudi-Arabien nach zusätzlicher militärischer Unterstützung und Sicherheitskooperationen, aber ob diese Maßnahmen zu einer effektiven Strategie führen werden, hängt von einer besseren Koordination der staatlichen Kräfte im Jemen ab.

Quelle: dw.com