Die Leistung des Außenministeriums und von Seyyed Abbas Araghchi im Bereich der iranischen Öl-Diplomatie wurde stark kritisiert. Die zentrale Frage ist, was das Ergebnis dieser Diplomatie für den Iran ist und welche Kosten die Gegenseite für ihre Vertragsbrüche trägt? Diese Kritik wird insbesondere im Hinblick auf die letzten Bemühungen um die Durchführung von Treffen in Oman zwischen dem Iran und den Ländern des Golfkooperationsrates über die Regelungen für den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus deutlicher. Diese Treffen wurden aufgrund mangelnder Einigkeit und der Ablehnung einiger Länder der Region verschoben.
Herausforderungen der iranischen Diplomatie
Teheran hat in den letzten Monaten mehrfach betont, dass die Verwaltung und Regelungen der Straße von Hormus ein souveränes und strategisches Thema sind. Seyyed Abbas Araghchi hatte zuvor erklärt, dass jede ausländische Einmischung in dieses Thema den Verhandlungsprozess komplizieren könnte. In diesem Zusammenhang ist die zentrale Frage, warum die Islamische Republik so hohe diplomatische Kosten aufbringen sollte, um Länder, die in den sensibelsten Sicherheitsfragen der Region den Überlegungen Washingtons folgen, zu gewinnen?
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Reaktion des Ölmarktes auf diplomatische Entwicklungen
Der Ölmarkt hat in den letzten Tagen interessante Reaktionen auf Nachrichten über Spannungsabbau und mögliche Vereinbarungen zu den Regelungen für den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus gezeigt. Zum Beispiel fiel der Preis für Brent-Öl nach den Beratungen zwischen dem Iran und Oman über vorübergehende Regelungen in Hormus um etwa 2,5 Prozent. Im Gegensatz dazu stieg der Ölpreis aufgrund der Eskalation der Konflikte und Störungen im Exportweg auf über 100 Dollar. Diese Tatsache zeigt weder den Erfolg noch das Scheitern der iranischen Diplomatie, wirft jedoch eine ernstere Frage auf: Was ist der Anteil des Iran an dieser Diplomatie?
Insbesondere da das geplante Treffen zwischen dem Iran und den arabischen Golfstaaten in Oman ebenfalls aufgrund fehlender Einigkeit verschoben wurde. Der Iran benötigt Diplomatie, aber diese Diplomatie wird sinnvoll, wenn die Gegenseite weiß, dass die Nichterfüllung von Verpflichtungen spezifische Kosten haben wird. Wenn jedes Mal mit einer Erklärung oder einem neuen Versprechen aus einem Treffen herausgegangen wird und der Ölpreis basierend auf den Zielen des amerikanischen Regimes sinkt, ist es natürlich, dass die öffentliche Meinung sich die Frage stellt, was der greifbare Nutzen dieses Prozesses für den Iran ist.
Notwendigkeit von Transparenz in der Diplomatie
Jetzt ist die Zeit gekommen, dass das Außenministerium anstelle der bloßen Konzentration auf die Anzahl der Treffen klar über messbare Ergebnisse der Diplomatie berichtet. Diese Ergebnisse sollten finanzielle Ressourcen, wirtschaftliche Vorteile und politische sowie sicherheitspolitische Garantien in der Straße von Hormus umfassen. Verhandlungen sollten ein Mittel zur Sicherung nationaler Interessen sein und nicht ein Ziel unabhängig vom Ergebnis. Wenn der Iran gegen externen Druck bestehen will, muss er zeigen, dass er den Austausch von Zugeständnissen versteht und kein Land kann mit vagen Versprechungen Kosten für den Iran verursachen, ohne im Gegenzug selbst Kosten zu tragen.
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