Dolly Parton und Gloria Steinem inmitten der öffentlichen Trauer um prominente Persönlichkeiten
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Dolly Parton und Gloria Steinem inmitten der öffentlichen Trauer um prominente Persönlichkeiten

منبع تصویر: time.com

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Dolly Parton und Gloria Steinem sind kürzlich verstorben, was eine Welle der Trauer unter ihren Fans und Kollegen ausgelöst hat. Neben diesen beiden sind Bob McKee und Tim Curry ebenfalls prominente Persönlichkeiten, deren Verlust viele Emotionen geweckt hat. Die Hommagen an diese Personen werden schnell in den sozialen Medien geteilt.

Emotionale Auswirkungen auf die Fans

Prominente erscheinen oft auf der Bühne und auf dem Bildschirm, aber viele Menschen fühlen, dass sie eine engere Beziehung zu ihnen haben. Diese Art von Kommunikation wird als „parasoziale Beziehungen“ bezeichnet und bedeutet einseitige emotionale Verbindungen zu öffentlichen Persönlichkeiten. Psychologische Studien zeigen, dass Menschen kollektiv trauern, wenn eine öffentliche Persönlichkeit stirbt.

Gina Moffa, Trauertherapeutin und Autorin des Buches „Fortfahren bedeutet nicht loszulassen“, erklärt, dass diese kollektive Trauer auftritt, wenn eine große Gruppe von Menschen gleichzeitig trauert. Sie sagt: „Dieses Gefühl kann selbst dann empfunden werden, wenn die Person niemals diese Person oder Gemeinschaft gekannt hat.“ Dieses Phänomen beschränkt sich nicht nur auf den Tod prominenter Persönlichkeiten; viele Menschen haben auch nach Ereignissen wie dem 11. September, dem Massaker in Sandy Hook und dem Ausbruch von COVID-19 gemeinsame Trauer empfunden.

Das Phänomen der parasozialen Trauer

In der heutigen Welt überschneidet sich die kollektive Trauer mit einem Phänomen namens parasoziale Trauer. Olivia Verhulst, Psychotherapeutin und Professorin an der New York University, sagt, dass diese Art von Trauer auftritt, wenn ein einseitiges Gefühl der Vertrautheit mit einer öffentlichen Persönlichkeit nach deren Tod entsteht. Sie erklärt: „Beziehungen müssen nicht wechselseitig sein, um echte Gefühle zu haben.“ Tatsächlich kann Trauer eine Vielzahl von Emotionen hervorrufen, darunter Schock und Hilflosigkeit.

Eine kleine Studie aus dem Jahr 2025 zeigte, dass parasoziale Trauer der psychischen Gesundheit schaden und zu ungesunden Bewältigungsmechanismen wie Drogenmissbrauch führen kann. Im Gegensatz zur individuellen Trauer fehlt der kollektiven Trauer die formelle Zeremonie, und aus diesem Grund drücken Menschen zunehmend in den sozialen Medien ihre Gefühle aus und interagieren in den Kommentaren mit anderen.

Nach dem Tod von Steinem zeigten die Menschen ihre Gefühle, indem sie Blumen und Karten vor ihrem Haus hinterlegten. Auch nach Partons Tod ehrten die Fans bei einem Konzert von Harry Styles, indem sie ihre iPhone-Lichter einschalteten, während das Lied „I Will Always Love You“ gespielt wurde. Diese persönlichen Zeremonien wurden schnell in sozialen Netzwerken geteilt und wurden zu öffentlichen Gedenkfeiern.

Moffa ist der Meinung, dass der Hauptunterschied in der kollektiven Trauer das „Zeugen“ ist, das mehr Gewicht als individuelle Trauer verleihen kann. Sie sagt: „Da Menschen grundsätzlich für Kommunikation entworfen sind, kann dieses Gefühl des kollektiven Verlusts in vielerlei Hinsicht tröstlich sein.“ Kollektive Trauer ist kein neues Konzept und hat eine mehrere hundert Jahre alte Geschichte.

Schließlich kann die Arbeit mit einem Therapeuten, insbesondere im Bereich der kognitiven Verhaltenstherapie, wirksam sein. Diese Therapie kann einen sicheren Raum bieten, um über Gefühle des Verlusts und der Unkenntnis zu sprechen. Tatsächlich zeigte eine neue Studie aus dem Jahr 2026, dass das Teilen von Gefühlen und das Abhalten von Zeremonien zur Linderung und Solidarität in gemeinsamer Trauer beitragen kann.

Quelle: time.com