Suz Ryan war fast fünf Jahre lang die einzige Pflegekraft für ihren Ehemann, bis sie eines Tages bemerkte, dass sie unter Druck stand. Sie verbrachte viele Nächte damit, finanzielle Fehler zu korrigieren, während ihr Ehemann aufgrund von Alzheimer nicht in der Lage war, dies zu tun. Ryan ging nicht mehr ins Fitnessstudio und nahm sich nicht einmal Zeit für ihre eigenen Arzttermine. Sie wies jede Art von Hilfsangeboten zurück und sagte sich, dass sie alles alleine bewältigen könne.
Anzeichen von Pflege-Stress
Als Ryan sah, wie ein Kartoffelchip vom Teller ihres Mannes fiel, verspürte sie plötzlich Wut und dachte: „Ich mache all dies für dich. Du kannst nicht einmal einen Chip auf deinem Teller halten?“ Aber sie sagte es nicht und gab ihrem Ehemann mehr Chips und ging ins Bad, um etwas Ruhe zu finden. Dort begann sie zu zittern und fragte sich, was passiert war.
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Ryan, die 40 Jahre ihres Lebens mit der Pflege von Familienmitgliedern verbracht hat und die Unterstützungsorganisation „Care Journey“ gegründet hat, stellte fest, dass sie allmählich Teile ihres Lebens opferte. Sie erklärt: „Ich war mir nicht bewusst, wie sich das Auslassen von hier und dort auf diese Arbeit auswirkt.“ Pflege-Stress kann ernsthafte Folgen für die körperliche und psychische Gesundheit haben und ist mit Angstzuständen, Depressionen, Schlafproblemen, Stimmungsschwankungen und Burnout verbunden.
Negative Auswirkungen auf Schlaf und Gesundheit
Um den Zeitpunkt zu bestimmen, an dem die negativen Auswirkungen der Pflege auf die Gesundheit beginnen, ist das Muster der Veränderungen wichtig. Haben Sie häufig Schwierigkeiten beim Einschlafen, essen Sie selten oder werden Sie wütend? Kontaktieren Sie Ihre Freunde nicht mehr? Wenn diese Veränderungen dauerhaft und stabil werden, sind sie ein Zeichen für Pflege-Stress. Freunde und Familie könnten diese Veränderungen früher bemerken als Sie selbst.
Ryan sagt, dass sie selbst im Schlaf nicht wirklich zur Ruhe kam und immer besorgt über zukünftige Probleme war. Dieser psychische Druck kann den Blutdruck und die Funktion des Immunsystems beeinträchtigen, und das Auslassen von Arztbesuchen kann neue Probleme verzögern. Pflegekräfte verschieben oft ihre medizinischen Untersuchungen und ignorieren Symptome, die überprüft werden sollten.
Obwohl jede Kopfschmerz oder Bauchschmerz nicht auf Pflege-Stress zurückzuführen ist, erfordern neue oder besorgniserregende Symptome eine medizinische Untersuchung. Ryan entschied schließlich, ihren Ehemann in ein Pflegeheim zu verlegen, da sich seine Krankheit verschlechtert hatte und er mehr soziale Interaktion benötigte, die sie zu Hause nicht bieten konnte.
Beratung und Unterstützung für Pflegekräfte sind von großer Bedeutung. Ryan und Marini empfehlen, dass Pflegekräfte sich selbst priorisieren und nach Lösungen suchen sollten, um ihre Stressbelastung zu reduzieren. Wenn die Situation extrem unerträglich erscheint, könnte es an der Zeit sein, über Veränderungen und Verbesserungen nachzudenken.
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