Ursula von der Leyen schlug die Mitgliedschaft als "Partner" für Kanada in der Europäischen Union vor
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Ursula von der Leyen schlug die Mitgliedschaft als "Partner" für Kanada in der Europäischen Union vor

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Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, schlug in ihrer jüngsten Rede im Europäischen Parlament vor, dass Kanada als erster "Partner"-Mitgliedstaat der Europäischen Union anerkannt wird. Dieser Vorschlag wurde unterbreitet, während Kanada bestrebt ist, seine wirtschaftlichen Abhängigkeiten von den Vereinigten Staaten zu verringern und auch seine Beziehungen zu Europa zu stärken.

Umstrittener Vorschlag und Reaktionen

Der Vorschlag von von der Leyen wurde während ihrer jährlichen Rede gemacht und stieß auf positive Resonanz bei den Mitgliedern des Europäischen Parlaments. Allerdings wurde dieser Vorschlag ohne vorherige Information an die europäischen Hauptstädte unterbreitet, was zu Verwirrung und Besorgnis unter den Diplomaten führte. Vier Diplomaten wiesen darauf hin, dass ihre Regierungen nicht über diesen Vorschlag informiert waren und hielten ihn für unangemessen und gefährlich.

Kanada distanzierte sich schnell von diesem Vorschlag. Jonathan Wilkinson, der Botschafter Kanadas bei der Europäischen Union, erklärte in einem Interview in Straßburg, dass Kanada noch nicht bereit sei, einer Partnermitgliedschaft beizutreten, und dass ihr Fokus auf der Erreichung konkreter Ergebnisse liege.

Komplexität der Partnermitgliedschaft

Der Vorschlag zur Partnermitgliedschaft für Kanada ist noch nicht genau definiert, und es gibt Fragen zur Natur desselben. Von der Leyen präsentierte mit diesem Vorschlag einen neuen Status, für den die Europäische Union noch keine Vereinbarung getroffen hat. Derzeit hat kein Mitgliedstaat der Europäischen Union offiziell diesem Vorschlag zugestimmt, und um einen neuen Status zu schaffen, wären Änderungen der EU-Verträge erforderlich.

Obwohl Kanada bestrebt ist, engere Beziehungen zur Europäischen Union aufzubauen, haben bisher keine kanadischen Beamten offiziell ihr Interesse an einer Mitgliedschaft in der Europäischen Union bekundet. Mark Carney, der Ministerpräsident Kanadas, betonte in seiner jüngsten Rede, dass sein Land nach einer "einzigartigen Partnerschaft" mit der Europäischen Union strebt, nicht nach einer Mitgliedschaft.

Derzeit gibt es viele Fragen zur tatsächlichen Natur dieser Art von Mitgliedschaft und ob dies die Schaffung eines neuen Modells für Handelsbeziehungen und Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen wie Verteidigung und Technologie bedeuten wird oder nicht. Ohne Änderungen der Verträge wird es nicht einfach sein, eine spezielle Partnerform für Kanada zu schaffen.

Quelle: politico.eu