Ursula von der Leyen stellte Europa als Führer der Mittelmächte vor
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Ursula von der Leyen stellte Europa als Führer der Mittelmächte vor

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Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, stellte in einer wichtigen Rede am Mittwoch Europa als Führer einer Gruppe von Ländern vor, die sich gegen rivalisierende Mächte wie Russland und China behaupten wollen. Diese Rede fand im Gebäude des Europäischen Parlaments in Straßburg statt, in Anwesenheit des kanadischen Premierministers Mark Carney, der wegen seiner Differenzen mit Trump bekannt ist.

Betonung neuer Partnerschaften

Von der Leyen betonte in ihrer Rede die Notwendigkeit, Partnerschaften zu überdenken, und sagte: "In dieser neuen Welt müssen wir unsere Partnerschaften sofort neu gestalten." Sie strebt auch an, globale Allianzen zur Stärkung der Demokratien und der Resilienz gegenüber globalen Bedrohungen zu schaffen. Von der Leyen schlug vor, dass Europa mit seiner Dimension und Macht die Führung in diesem Bereich übernehmen und die Möglichkeit prüfen sollte, Kanada den Status einer „assoziierten Mitgliedschaft“ zu gewähren.

Rede über große Bedrohungen

Diese Rede stellt für von der Leyen, die sich nun in ihrer zweiten fünfjährigen Amtszeit befindet, eine Art Erklärung zu ihrem geopolitischen Erbe dar. Die Rede fand ein Jahr nach der Verkündung des "Moments der Unabhängigkeit Europas" von derselben Plattform statt und bezog sich in gewisser Weise auf Carneys Äußerungen beim Weltwirtschaftsforum in Davos, wo er um Solidarität der Mittelmächte gegenüber Diktatoren gebeten hatte.

Zusätzlich zum Vorschlag eines assoziierten Mitgliedsstatus für Kanada schlug von der Leyen die Schaffung eines „Europäischen Sicherheitsrats“ vor, der die Führer von Großbritannien, Norwegen, Kanada und der Ukraine umfasst und außerhalb der NATO agiert. Dieser Rat könnte eine Plattform für Diskussionen über hybride Bedrohungen ohne die Anwesenheit der Vereinigten Staaten bieten.

Während diese Rede große Bedrohungen wie Russland und China betonte, äußerten einige Beobachter Enttäuschung über das Fehlen praktischer Vorschläge zur Bewältigung der unmittelbaren Herausforderungen Europas. Außerdem erwähnte von der Leyen nicht die wirtschaftlichen Fragen und die dringenden finanziellen Bedürfnisse der Ukraine, die vor Jahresende 23 Milliarden Euro benötigt.

Von der Leyens Rede stieß auf unterschiedliche Kritiken und Meinungen. Einige Beamte und Diplomaten äußerten Bedenken, dass ihre Vorschläge, insbesondere in Bezug auf neue Kooperationen und die Schaffung eines unabhängigen Sicherheitsrats, Unklarheiten über die Bedeutung der NATO schaffen könnten. Sie glauben, dass viele der Verteidigungs- und Wirtschaftsbedürfnisse Europas weiterhin von den Vereinigten Staaten abhängig sind.

Quelle: politico.eu