Die britische Regierung unter der Leitung von Lisa Nandy, der Digitalministerin, hat beschlossen, das Online-Sicherheitsgesetz zu aktualisieren und die öffentliche Offenlegung persönlicher Informationen ohne Zustimmung der Person als Verbrechen zu definieren. Diese Maßnahme wurde nach der Belästigung von Freiwilligen der Royal National Lifeboat Institution (RNLI), die Migrantenbooten geholfen haben, ins Leben gerufen.
Zunahme von Online-Belästigungen
Nandy erklärte am Mittwoch in einer Morgensendung der BBC, dass die Regierung nach strengeren Gesetzen strebt, um die Offenlegung von Adressen von Personen im Internet zu verhindern. Sie betonte, dass schnellere Maßnahmen zur Bekämpfung dieses Problems ergriffen werden müssen und fügte hinzu: "Wir arbeiten daran, praktische Änderungen in den Gesetzen zu schaffen. Wir müssen sicherstellen, dass die Offenlegung von Adressen als Verbrechen anerkannt wird."
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Treffen mit sozialen Netzwerken
Nandy traf sich am Dienstag mit Vertretern sozialer Plattformen, um über die jüngste Welle von Online-Belästigungen gegen Freiwillige der RNLI zu diskutieren. Diese Freiwilligen wurden nach ihrer Hilfe für ein Migrantenboot im Hafen von Portsmouth angegriffen. In diesem Treffen wies Nandy auf die Vielfalt der Methoden hin, um Namen und Adressen von Personen zu entfernen, und kritisierte das Unternehmen von Elon Musk, dem CEO von X, dass es keinen Vertreter zur Sitzung geschickt hatte.
Neue Maßnahmen der Regierung
Die Digitalministerin kündigte außerdem an, dass die britische Regierung nach einer strengeren Durchsetzung des Online-Sicherheitsgesetzes durch die Kommunikationsregulierungsbehörde Ofcom strebt. Sie erklärte, dass Ofcom effektiver und schneller bei der Umsetzung dieses Gesetzes handeln müsse. Währenddessen wird die Überprüfung der Ressourcen und Befugnisse von Ofcom durchgeführt, und es wird erwartet, dass diese Behörde bald neue Verantwortlichkeiten zur Überwachung des Verbots der Nutzung sozialer Medien für Personen unter 16 Jahren übernehmen wird.
Folgen und Herausforderungen
Angesichts der Zunahme von Online-Belästigungen und der damit verbundenen Probleme wies Nandy auf die Notwendigkeit einer stärkeren Überwachung des Online-Raums hin. Sie sagte: "Unsere Regierung beabsichtigt, in diesem Bereich interventionistischer zu sein und zur Sicherheit der Menschen und zur Säuberung des Online-Raums beizutragen. Dieser Raum muss stärker kontrolliert werden, der bisher dem privaten Sektor überlassen wurde."
Zukünftige Herausforderungen
Diese gesetzlichen Änderungen könnten dazu beitragen, Online-Belästigungen zu reduzieren und die Rechte der Menschen zu schützen. Es gibt jedoch viele Herausforderungen für die Regierung, einschließlich der effektiven Umsetzung dieser Gesetze und der Zusammenarbeit mit sozialen Plattformen, um die Offenlegung persönlicher Informationen zu verhindern.
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