Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, hat in ihrer jährlichen Rede am Mittwoch angekündigt, dass sie fordert, Kanada zum ersten "assoziierten Mitglied" der Europäischen Union zu machen. In dieser Rede, die im Beisein des kanadischen Premierministers Mark Carney stattfand, sagte sie: „Ich möchte mit Ihnen zusammenarbeiten, um die Tür zur Umwandlung Kanadas in das erste assoziierte Mitglied der Europäischen Union zu öffnen.“
Neue Vereinbarung für die Zukunft
Von der Leyen kündigte auch eine neue Initiative namens "Allianz für die Zukunft" an, die auf dem bestehenden Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kanada basiert. Diese Vereinbarung hat das Ziel, "einen gemeinsamen Raum für Wohlstand und wirtschaftliche Sicherheit" zu schaffen. Das CETA-Abkommen, das nun seit neun Jahren unterzeichnet ist, wurde noch nicht von den nationalen und regionalen Parlamenten in 10 EU-Mitgliedstaaten ratifiziert.
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Stärkung der Beziehungen zwischen Brüssel und Ottawa
Die Initiative von der Leyen erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Brüssel und Ottawa ihre Beziehungen stärken wollen und gleichzeitig mit einem kostspieligen Handelskrieg mit den Vereinigten Staaten konfrontiert sind. Sie betonte jedoch, dass diese neue Zusammenarbeit "nicht gegen niemanden gerichtet ist". Diese Äußerungen spiegeln Europas Bestreben wider, die Handels- und politischen Beziehungen zu Kanada unter den gegenwärtigen Bedingungen auszubauen.
Der kanadische Premierminister Mark Carney wird am Donnerstag im Europäischen Parlament eine Rede halten. Außerdem werden Kanada und die Europäische Union Ende Oktober in Montreal ein Treffen abhalten. Ihr Ziel ist es, bis Ende dieses Jahres eine Einigung im Bereich des digitalen Handels zu erzielen.
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