Der Premierminister Finnlands kündigte die neue Strategie der Europäischen Union für die Arktis an
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Der Premierminister Finnlands kündigte die neue Strategie der Europäischen Union für die Arktis an

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Der Premierminister Finnlands, Petri Orpo, betonte auf dem Treffen der europäischen Führer, das in der Stadt Rovaniemi, im Polarkreis, stattfand, die Notwendigkeit, eine neue Strategie für die Arktis zu entwickeln. Dieses Treffen wurde auf Einladung von Orpo mit Führungspersönlichkeiten aus verschiedenen europäischen Ländern abgehalten, und der Klimawandel sowie der Krieg in der Ukraine haben die Arktis ins Zentrum der Aufmerksamkeit Europas gerückt.

Ernste Forderung nach Maßnahmen in der Arktis

Orpo sagte auf diesem Treffen: "Die Forderung nach ernsthaften Maßnahmen der Europäischen Union in der Arktis ist sehr hoch. Unsere Sicherheitslage hat sich grundlegend verändert und die Arktis ist zu einem Schauplatz des Wettbewerbs zwischen Großmächten geworden." Er wies auch auf die Bedeutung der natürlichen Ressourcen dieser Region hin und fügte hinzu, dass diese Ressourcen viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Das Thema Sicherheit wurde auf diesem Treffen als eines der Hauptthemen diskutiert. Josep Borrell, der Außenbeauftragte der Europäischen Union, warnte, dass Russland dabei ist, ehemalige sowjetische Militärstützpunkte in dieser Region wieder zu eröffnen und Raketentrainings durchzuführen.

Wirtschaftliche und militärische Chancen in der Arktis

Der deutsche Bundeskanzler, Friedrich Merz, der trotz politischem Druck im eigenen Land an diesem Treffen teilgenommen hat, beschrieb diese Region als einen wichtigen geografischen Punkt für die Sicherheit Europas und sagte: "Diese Region ist zu einem geografischen Brennpunkt geworden. Russland verstärkt hier seine militärischen Fähigkeiten und nutzt jeden Tag seine Präsenz für hybride Aktivitäten."

Tiivo Kairova, Forscher am Arktiszentrum der Universität Lappland, sagte ebenfalls, dass der aktuelle Fokus Russlands auf der Ukraine die militärischen Kapazitäten dieses Landes beeinflusst. Er fügte hinzu: "Aber es ist klar, dass, wenn dieser Krieg zu Ende geht, und eines Tages wird das geschehen, viele Investitionen von Russland, insbesondere in den nördlichen Regionen, getätigt werden."

Kairova wies auch auf die Spannungen zwischen westlichen Partnern in der Region hin und sagte, dass die Vorschläge des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump bezüglich Kanada und Grönland Spannungen in der Zusammenarbeit zwischen den arktischen Ländern verursacht haben.

Markku Heikkilä, ein erfahrener Beobachter der Arktis, ist der Meinung, dass sich diese Region allmählich in drei Blöcke aufteilt: einen Block, der Russland umfasst, und zwei andere Blöcke, die die EU-Länder, Norwegen, Island und Kanada umfassen, die weiterhin für die Verteidigung der auf Regeln basierenden internationalen Ordnung, Maßnahmen gegen den Klimawandel und die Rechte der Ureinwohner eintreten.

Klimawandel und Chancen

Der Klimawandel formt auch schnell die Situation in der Arktis. Wissenschaftler prognostizieren, dass der zentrale Arktische Ozean bis etwa 2040 bis 2050 weitgehend eisfrei sein wird. Mit dem Rückgang des Meereises gewinnt diese Region aufgrund neuer Transportwege und verkürzter Distanzen zwischen den wichtigsten Handelszentren an strategischer Bedeutung.

Orpo forderte am Ende des Treffens mehr Investitionen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Region und sagte: "Wir müssen die Widerstandsfähigkeit der Arktis durch strategische Investitionen in die Infrastruktur der Arktis, duale Verkehrssysteme, kritische Rohstoffe und technologische Innovationen stärken."

Rovaniemi ist als die berühmte Heimat des Weihnachtsmanns bekannt und liegt in der Nähe des Museums und Wissenschaftszentrums "Arktikum". Es ist noch unklar, ob die Teilnehmer dieses Treffens auch das Weihnachtsmann-Dorf besucht haben.

Quelle: dw.com